FAQs

  • Auf wen müssen die Rechnungen der Ausbildungen ausgestellt werden?

    Je nachdem, wer als Antragsteller beim Sozial- und Weiterbildungsfonds (SWF) auftritt, auf dessen Firmennamen (AKÜ) bzw. Namen (ZA) muss die Rechnung ausgestellt sein, damit sie vom SWF anerkannt werden kann.

  • Die Höchstgrenze der Bildungsförderung ist mit 300 % bzw. in Einzelfällen mit 400 % der Beitragsleistung limitiert. Wird dabei jeweils auf das abgelaufene Kalenderjahr Bezug genommen? Kommt es dabei auf den Zeitpunkt der Antragstellung oder auf den Zeitpunkt der Bildungsmaßnahme an? Dies wäre vor allem bei zukünftigen Maßnahmen von Relevanz, die sich über den Jahreswechsel erstrecken.

    Der Förderzeitraum umfasst ein Quartal. Für diesen Zeitraum werden - bezogen auf den einzelnen AKÜ - seine in dieser Periode eingezahlten SO-Beiträge mit seinen eingereichten, tatsächlich aufgewendeten Kosten verglichen. Durchgeführte Ausbildungen und deren Kosten werden jenem Förderzeitraum hinzugerechnet, in dem sie abgeschlossen wurden. Zum Beispiel: Wenn eine Ausbildung im Oktober 2014 begonnen und im Mai 2015 beendet wurde, so wird diese dem Förderzeitraum "2. Quartal 2015" zugerechnet.

  • Gilt für die Fördervoraussetzung "unaufgelöstes aufrechtes Arbeitsverhältnis" auch eine geringfügige Anstellung?

    Ja, es gilt auch eine geringfügige Anstellung.

  • Können die Lohnkosten auch für Ausbildungen mit einer Dauer von weniger als 15,4 Stunden gefördert werden?

    Ja, das ist eine Besserstellung für den Arbeitskräfteüberlasser im Vergleich zur damaligen AUFLEB-Förderordnung.

  • Muss auch für die ZeitarbeitnehmerInnen ein SO-Beitrag einbehalten und an den SWF abgeliefert werden, ähnlich den € 0,66 pro Monat im AUFLEB-System?

    Nein, für die ZeitarbeitnehmerInnen muss kein eigener SO-Beitrag einbehalten und an den SWF abgeliefert werden.

  • Müssen wir als AKÜ im Vorhinein um eine Förderung ansuchen oder einmal im Quartal im Nachhinein?

    Stand 2017:

    Im Vorhinein müssen Sie nicht ansuchen.

    In den einzelnen Leistungsbereichen „Allgemeine Bildungsmaßnahmen/Hop on- und hop off-Kurse/Fachkräfteausbildung/Überbrückungsgeld/Einarbeitungsbeihilfe" müssen Sie die Unterlagen bis spätestens 6 Monate nach Ausibildungsende/Stehzeitenende/Ende Einarbeitung im Nachhinein vollständig in das SWF-Onlineportal einbringen. Wenn alle Unterlagen von Ihnen hochgeladen wurden, können Sie den Förderantrag einfach und unbürokratisch stellen, indem Sie die Ausbildung frei geben (Einreichen-Button drücken).

    Nur im Bereich „Fachkräfteausbildung“ bitten wir Sie, mit uns vorher Kontakt aufzunehmen, da wir nur 200 Plätze zur Verfügung haben und ein paar Details zu beachten sind.

     

  • Sind auch für die überlassenen Angestellten SO-Beiträge an den SWF abzuführen?

    Ja, aber erst ab 01.01.2017. Ab diesem Zeitpunkt sind SO-Beiträge abzuführen, und es können im Gegenzug dazu auch Förderungen in Anspruch genommen werden.

  • Sind Ausbildungen auch während der Probezeit förderbar?

    Ja, berufliche Aus- und Weiterbildungen werden auch in der Probezeit gefördert.

  • Sind sogenannte SCP/SGU-Schulungen förderbar?

    Mit Schulungsbeginn ab 01.01.2015 werden SCP/SCC/SGU-Schulungen unter bestimmten Bedingungen gefördert:

    * Mindestkursdauer von 8 Stunden bzw. Maximalkursdauer von 24 Stunden

    * Zwingende standarsdisierte Prüfung und Zertifikatsausstellung (10 Jahre Gültigkeit)

    * Antragstellung nur durch das AKÜ-Unternehmen für einen ZA, der noch nicht im Besitz eines solchen gültigen Zertifikats ist

     

  • Welche Ausbildungen werden über den SWF gefördert?

    Es gibt eine SWF-Weiterbildungsdatenbank für den Leistungsbereich "Allgemeine Bildungsmaßnahmen" - einsehbar unter - https://www.swf-akue.at/images/downloads/SWF-Weiterbildungsdatenbank_2016.pdf -, in der alle Ausbildungen angeführt sind, die vom SWF grundsätzlich unter Einhaltung der übrigen Kriterien gefördert werden. Sollten AKÜ weitere Ausbildungen für förderwürdig halten, dann bitte fragen Sie diese beim SWF (Schulungsträger, Schulungstitel, Schulungsinhalt, Übungseinheiten, Nettokosten der Ausbildung) unter office@swf-akue.at  an. Bei positiver Überprüfung der Förderwürdigkeit werden diese Ausbildungen zusätzlich in die SWF-Weiterbildungsdatenbank aufgenommen. 

    Diese Aus- und Weiterbildungen können Sie im SWF-Onlineportal auswählen und näher spezifizieren.

    Im Bereich "Fachkräfteausbildung" werden vor allem Vorbereitungskurse zur außerordentlichen Lehrabschlussprüfung mit Schwerpunkt "Metall- und Elektrotechnik" in Kombination mit der Bildungskarenz, Bildungsteilzeit bzw. dem Fachkräftestipendium, gefördert. In diesem Leistungsbereich sind 200 Kontingentplätze für 2017 vorgesehen. Wenn Sie daher solche Ausbildungen für Ihre ZeitarbeitnehmerInnen anstreben, dann bitten wir um Rücksprache mit uns, damit wir für Sie Plätze reservieren können.

  • Wer kann Antragsteller für die diversen Leistungen (Allgemeine Bildungsmaßnahme, FacharbeiterInnenausbildung und Arbeitslosenunterstützung) sein: Arbeitskräfteüberlasser oder ZeitarbeiterIn?

    Stand 2017:

    Allgemeine Bildungsmaßnahmen (ABM)     AKÜ oder ZA

    Fachkräfteausbildung (FKA)                    AKÜ oder ZA

    Lohnkostenersatz zu ABM + FKA              nur AKÜ

    Arbeitslosenunterstützung (ALU)               nur ZA

    Überbrückungsgeld (ÜG)                          nur AKÜ

    Einarbeitungsbeihilfe  (EB)                       nur AKÜ

     

     

  • Werden die vom AKÜ aufgewendeten Kosten zur Gänze übernommen, auch wenn die Behaltefrist nicht eingehalten werden kann?

    Im Rahmen der Allgemeinen Bildungsmaßnahmen nach § 3 der Leistungsordnung und unter Einhaltung der übrigen Fördervoraussetzungen werden die tatsächlich aufgewendeten Ausbildungskosten zur Gänze rückvergütet - ungeachtet dessen, ob die einmonatige Behaltefrist eingehalten wurde.

    Die Behaltefrist ist relevant, wenn auch Lohnkostenersatz beantragt wird.

    Die Ausbildungskosten/Lohnkosten nach § 3 der Leistungsordnung werden aber auch dann an den AKÜ rückvergütet, wenn die/der ZA während der Ausbildungszeit oder innerhalb eines Monats nach Schulungsende das Unternehmen durch ArbeitnehmerInnen-Kündigung, berechtigte Entlassung oder unberechtigten vorzeitigen Austritt verlassen hat oder lückenlos vom Beschäftiger übernommen worden ist.

     

    Im Rahmen der Fachkräfteausbildung nach § 4 der Leistungsordnung werden die Ausbildungskosten unter Einhaltung der übrigen Fördervoraussetzungen durch den SWF rückvergütet, wenn für den Zeitraum der Ausbildung eine Karenzierungsvereinbarung geschlossen wurde und das Arbeitsverhältnis noch ein Monat nach Schulungsende weiterbestanden hat - entweder beim AKÜ direkt oder durch lückenlose Übernahme durch den Beschäftiger.

    Die tatsächlich aufgewendeten Ausbildungskosten werden auch dann rückvergütet, wenn die/der ZA vor dem Monat der Behaltefrist das Unternehmen durch ArbeitnehmerInnen-Kündigung, berechtigte Entlassung oder unberechtigten vorzeitigen Austritt verlassen hat.

    Wenn die Fachkräfteausbildung während der Ausbildungszeit ohne Verschulden des AKÜ durch die/den ZA abgebrochen wird, können in begründeten Einzelfällen tatsächlich aufgewendete Ausbildungskosten durch Zustimmung im Vorstand rückvergütet werden.

  • Wie ist das zu verstehen, dass Leistungen in einem angemessenen Verhältnis zu den eingezahlten SO-Beiträgen erbracht werden?

    Pro Förderzeitraum (Quartal) wird das Verhältnis der eingezahlten SO-Beiträge mit den beantragten Ausbildungskosten/Lohnkosten/Überbrückungsgeldern/Einarbeitungsbeihilfen verglichen. Das einzelne Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen (AKÜ) darf Kosten bis zum dreifachen Wert der eingezahlten SO-Beiträge beim SWF einreichen, kleinere AKÜs bis zum Vierfachen der eingezahlten SO-Beiträge. Als kleinere AKÜ  sind Firmen mit einem durchschnittlichen monatlich eingezahlten SO-Beitrag von weniger als € 2.285,- (bei einem SO-Beitragssatz von 0,8 %) definiert. Diese können um diese Ausnahmeregelung per Mail anfragen. Die Zustimmung erfolgt im Vorstand.

  • Wie müssen die SO-Beiträge an den SWF abgeliefert werden?

    Die Beiträge an den Sozial- und Weiterbildungsfonds (SO-Beiträge) müssen seit 01.01.2013 über die AKÜ-eigene Lohnverrechnung (2014: 0,35 % von der allgemeinen Beitragsgrundlage zur Sozialversicherung/Verrechnungsgruppe N18) an die zuständige Gebietskrankenkasse gemeldet und gemeinsam mit den übrigen Abgaben zur Sozialversicherung abgeliefert werden. Die Gebietskrankenkassen geben die Meldung und die eingezahlten SO-Beiträge abzüglich einer 0,5 %igen Verwaltungskostenpauschale an den SWF weiter.

    Die Abgabenpflicht steigt mit den Jahren und ist unter § 22d Abs. 1 AÜG gesetzlich geregelt:

    2013:   0,25 %

    2014:   0,35 %

    2015:   0,60 %

    ab 2016:   0,80 %

    ab 2017:   0,80 % auch für überlassene Angestellte/N28 (Zeitarbeitskräfte)

  • Wie wird die Arbeitslosenunterstützung abgewickelt?

    Der/die ZeitarbeitnehmerIn hat die Arbeitslosenunterstützung bei der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse - unserem Dienstleister - zu beantragen – siehe auch unter http://www.buak-auegfonds.at/cms/BUAK/BUAK_90/home. Dort gibt es im Download-Bereich auch einen Informationsfolder.