Fragen & Antworten für Zeitarbeitskräfte

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Allgemeine Fragen

  • Der Sozial- und Weiterbildungsfonds (SWF) wurde 2013 gegründet. Der SWF fördert die rund 120.000 Zeitarbeitskräfte in Österreich während eines aufrechten Arbeitsverhältnisses und leistet auch finanzielle Unterstützung im Fall von Arbeitslosigkeit.
  • Der SWF fördert allgemeine Bildungsmaßnahmen (Weiterbildungsdatenbank des SWF) und die Fachkräfteausbildung mit dem Schwerpunkt in den Berufsfeldern der Metall- und Elektrotechnik.
  • Durch die Förderung des SWF erhalten Zeitarbeitskräfte eine kostenlose Zusatzqualifizierung und damit verbesserte Chancen am Arbeitsmarkt. Bei einer eintretenden Arbeitslosigkeit bietet der SWF den Zeitarbeitskräften zusätzlich finanzielle Arbeitslosenunterstützung an.
  • Die Förderung von Aus- und Weiterbildungen für Zeitarbeitskräfte, die sich noch im Probemonat befinden, ist ausgeschlossen, ebenso für Zeitarbeitskräfte in geringfügiger Anstellung in den ersten 3 Monaten der Beschäftigung. Förderleistungen für Zeitarbeitskräfte in geringfügiger Anstellung sind ab 01.01.2020 mit € 100,- pro Beschäftigungsjahr begrenzt.
  • Wenn die Zeitarbeitskraft nach dem Probemonat von einer geringfügigen Anstellung auf Voll-/Teilzeit umsteigt, ist die Zeitarbeitskraft ab diesem Zeitpunkt normal förderbar (gleich nach dem Probemonat, keine Förderbeschränkung von € 100,- pro Beschäftigungsjahr), sofern ab dem Voll-/Teilzeit-Abschnitt nicht neuerlich eine Probezeit vereinbart wurde.
  • Der Förderungsantrag kann sowohl von der Zeitarbeitskraft als auch vom Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen gestellt werden. Bitte sprechen Sie sich als Zeitarbeitskraft vor Ausbildungsbeginn mit Ihrem Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen (=Arbeitgeber) ab.
  • Das hängt davon ab, wer den Förderungsantrag beim SWF stellen wird: Wenn Sie als Zeitarbeitskraft den Antrag einbringen, muss die Rechnung auf Ihren Namen ausgestellt sein. Wenn Ihr Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen die Ausbildungskosten vorfinanziert hat und den Antrag einbringt, muss auf der Rechnung der Firmenname angegeben sein, damit die Ausbildungskosten vom SWF refundiert werden können.
  • Der SWF zahlt den finanziellen Zuschuss zum Weiterbildungsgeld, Bildungsteilzeitgeld bzw. Fachkräftestipendium während der Ausbildungszeit jeweils am 15. des Monats im Nachhinein aus.

Fragen zu Allgemeinen Bildungsmaßnahmen

  • Allgemeine Bildungsmaßnahmen dienen dazu, die Qualifikation von Zeitarbeitskräften am Arbeitsmarkt zu verbessern. Von Metall-, Elektro-, Schweiß- oder Werkmeisterausbildungen, bis hin zu Sprachkursen oder diverse Ausbildungen speziell für Angestellte. Der SWF unterstützt Zeitarbeitskräfte dabei, neue Fähigkeiten zu erlernen.
  • Die allgemeinen Bildungsmaßnahmen eignen sich für alle Zeitarbeitskräfte in einem aufrechten Arbeitsverhältnis, die sich weiterentwickeln wollen. Der SWF fördert auch Zeitarbeitskräfte, die bei ihrem letzten Arbeitgeber (=gewerbliches Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen) eine Ausbildung begonnen haben, aber vor Ausbildungsende arbeitslos geworden sind.
  • Bei allgemeinen Bildungsmaßnahmen finanziert der SWF die kompletten Ausbildungs- und Prüfungskosten. Sollte die Zeitarbeitskraft die vereinbarte Bildungsmaßnahme allerdings mit weniger als 75 % der gesamten Ausbildungszeit besuchen, übernimmt der SWF nur 50 % der vorab genehmigten Kosten. Die restlichen Kosten muss die Zeitarbeitskraft selbst bezahlen. Wenn Zeitarbeitskräfte im Rahmen einer Bildungskarenz, einer Bildungsteilzeit oder einem Fachkräftestipendium eine Ausbildung beginnen, leistet der SWF einen monatlichen, finanziellen Zuschuss. Als Bemessungsgrundlage gilt dabei das durchschnittliche Nettoentgelt vor Ausbildungsbeginn (13-Wochen-Schnitt auf Basis Bruttolohn/-gehalt samt schnittfähiger Zulagen und anteiliger Sonderzahlungen, max. jedoch bis zur Höhe der gemäß § 45 ASVG festgelegten Höchstbemessungsgrundlage).
  • Schritt 1: Sie stellen vor Ausbildungsbeginn den Ausbildungsantrag samt notwendiger vollständiger Anlagen beim SWF (Bitte hierzu den Anhang beim Ausbildungsantrag beachten). Im Falle von Bildungsmaßnahmen mit monatlichen Zuschüssen (bei Bildungskarenz, Bildungsteilzeit oder Fachkräftestipendium) ist ZUSÄTZLICH ein verbindliches Beratungsgespräch mit dem SWF-Servicebüro erforderlich.
    Schritt 2: Der SWF überprüft die Fördermöglichkeiten. 
    Schritt 3: Bei Zusage: Sie starten die Bildungsmaßnahme lt. Ausbildungsantrag bei einem Schulungsträger, welcher mit dem SWF eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen hat. Falls Sie die Ausbildung in Kombination mit Bildungskarenz/Bildungsteilzeit/Fachkräftestipendium absolvieren möchten, muss dies vorab von Ihrem "Wohnsitz-AMS" vor Ausbildungsbeginn genehmigt werden.
    Schritt 4: Sie absolvieren die Ausbildung. Falls Sie die Ausbildung in Kombination mit Bildungskarenz/Bildungsteilzeit/Fachkräftestipendium begonnen haben, erhalten Sie vom SWF einen monatlichen, finanziellen Zuschuss.
    Schritt 5: Nach Ende der Ausbildung lädt der Schulungsträger die erforderlichen Dokumente (Teilnahme-/Anwesenheitsbestätigung, Zeugnis/Zertifikat, Rechnung(en) etc.) im SWF-Onlineportal hoch. Der SWF prüft die Dokumente und überweist entsprechend der Kurskosten direkt an den Schulungsträger.
  • Bei der Auswahl ist zu berücksichtigen, dass es sich um einen förderbaren Kurs handelt, der von einem beim SWF gelisteten Schulungsträger durchgeführt wird und dass die Kosten den Referenzpreisen von regionalen Schulungsträgern entsprechen.
  • Allgemeine Bildungsmaßnahmen werden bis zu einem Betrag von € 6.000,- inkl. USt. pro Zeitarbeitskraft und Beschäftigungsjahr gefördert bzw. bis zu € 3.000,- inkl. USt. pro Ausbildungsmonat (=135 Übungseinheiten).
  • Die Förderung von Aus- und Weiterbildungen für Zeitarbeitskräfte, die sich noch im Probemonat befinden, ist ausgeschlossen, ebenso für Zeitarbeitskräfte in geringfügiger Anstellung in den ersten 3 Monaten der Beschäftigung. Förderleistungen für Zeitarbeitskräfte in geringfügiger Anstellung werden mit € 100,- pro Beschäftigungsjahr begrenzt.
  • Anlern-, Einweisungs- und Einschulungsunterweisungen gelten nicht als geförderte Weiterbildungsmaßnahmen. 
  • Ja, seit 01.01.2016 können allgemeine Bildungsmaßnahmen auch während der Bildungskarenz bzw. Bildungsteilzeit beantragt werden.
  • Ja, der Antrag kann sowohl über das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen als auch über die Zeitarbeitskraft gestellt werden. Der SWF überprüft anschließend, ob ein gültiges Zertifikat vorhanden ist bzw. ob innerhalb von 10 Jahren bereits einmal für eine Zeitarbeitskraft eine Förderung für diese spezielle Ausbildung ausbezahlt wurde. Weitere Voraussetzungen für eine Genehmigung sind, dass es sich um eine standardisierte Ausbildung inkl. Prüfung und Ausstellung eines Zertifikats handelt und dass die Ausbildungsdauer 8–24 Stunden beträgt.
  • Ja, aber sie werden nur in bedarfsbezogenen Ausnahmefällen gefördert. Die Förderbedingungen von Bildungsmaßnahmen und insbesondere von eLearning-Ausbildungen werden durch eine gesonderte Rahmenvereinbarung mit ausgewählten Schulungsträgern geregelt.

Fragen zur Fachkräfteausbildung

  • In der Fachkräfteausbildung werden Zeitarbeitskräfte auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung vorbereitet. Der SWF begleitet Zeitarbeitskräfte auf ihrem Weg – sei es in der Elektro- oder Metalltechnik, als Betriebslogistiker/Betriebslogistikerin, Bürokaufmann/Bürokauffrau oder vieles mehr. Für das Jahr 2020 stehen 200 geförderte Ausbildungsplätze zur Verfügung.
  • Die Fachkräfteausbildung richtet sich an Zeitarbeitskräfte mit einer (abgebrochenen) Lehre ohne Lehrabschlussprüfung wie auch an angelernte Zeitarbeitskräfte, die einen Lehrabschluss anstreben. Zeitarbeitskräfte sollten mit ihrem Arbeitgeber besprechen, ob eine Bildungskarenz, eine Bildungsteilzeit oder ein Fachkräftestipendium in Anspruch genommen werden kann.
  • Der SWF übernimmt die Ausbildungs-/Prüfungskosten zur Gänze. Sollte die Zeitarbeitskraft die vereinbarte Bildungsmaßnahme allerdings mit weniger als 75 % der gesamten Ausbildungszeit besuchen, übernimmt der SWF nur 50 % der vorab genehmigten Kosten. Die restlichen Kosten muss die Zeitarbeitskraft selbst bezahlen. Zusätzlich erhalten Zeitarbeitskräfte einen Zuschuss zum Weiterbildungsgeld, Bildungsteilzeitgeld bzw. zum Fachkräftestipendium. Als Bemessungsgrundlage gilt dabei das durchschnittliche Nettoentgelt vor Ausbildungsbeginn (13-Wochen-Schnitt auf Basis Bruttolohn/-gehalt samt schnittfähiger Zulagen und anteiliger Sonderzahlungen, max. jedoch bis zur Höhe der gemäß § 45 ASVG festgelegten Höchstbemessungsgrundlage).
  • Schritt 1: Sie melden sich vor Ausbildungsbeginn telefonisch beim SWF-Servicebüro und führen ein verbindliches Beratungsgespräch.
    Schritt 2: Sie stellen vor Ausbildungsbeginn den Ausbildungsantrag samt notwendiger vollständiger Anlagen beim SWF (Bitte hierzu den Anhang beim Ausbildungsantrag beachten).
    Schritt 3: Sie absolvieren einen Potentialcheck bei einem Schulungsträger, welcher mit dem SWF eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen hat.
    Schritt 4: Falls Sie die Ausbildung in Kombination mit Bildungskarenz/Bildungsteilzeit/Fachkräftestipendium absolvieren möchten, muss dies vorab von Ihrem "Wohnsitz-AMS" vor Ausbildungsbeginn genehmigt werden.
    Schritt 5: Der SWF prüft die Fördermöglichkeit und Sie erhalten eine schriftliche Rückmeldung.
    Schritt 6: Bei Zusage: Sie absolvieren die Fachkräfteausbildung lt. Ausbildungsantrag bei einem Schulungsträger, welcher mit dem SWF eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen hat. Falls Sie die Ausbildung in Kombination mit Bildungskarenz/Bildungsteilzeit/ Fachkräftestipendium begonnen haben, erhalten Sie vom SWF einen monatlichen, finanziellen Zuschuss.
    Schritt 7: Nach Ende der Ausbildung lädt der Schulungsträger die erforderlichen Dokumente (Teilnahme-/Anwesenheitsbestätigung, Zeugnis/Zertifikat, Rechnung(en) etc.) im SWF-Onlineportal hoch. Der SWF prüft die Dokumente und überweist entsprechend die Kurskosten direkt an den Schulungsträger.
  • Die 200 Kontingentplätze wurden vom Vorstand beschlossen. Sollten Ausbildungen darüber hinaus angefragt werden, so ist der SWF bemüht, freie Mittel aus anderen Leistungsbereichen bereitzustellen.

Fragen zur Arbeitslosenunterstützung

  • Die Arbeitslosenunterstützung wird ausbezahlt, sollten Zeitarbeitskräfte arbeitslos werden. Für diesen Fall hilft der SWF mit einer einmaligen finanziellen Unterstützung in der Höhe von € 270,- bzw. € 70,- für zuvor geringfügig Beschäftigte, die zusätzlich zum Arbeitslosengeld bzw. zur Notstandshilfe des AMS ausbezahlt wird. Die Unterstützung stellt eine Beihilfe dar, die weder der Sozialversicherungspflicht noch der Veranlagung zur Einkommenssteuer unterliegt und auch nicht vom Arbeitslosengeld bzw. der Notstandshilfe des AMS in Abzug gebracht werden muss.
  • Diese Unterstützung kann jede ehemalige Zeitarbeitskraft, die bei einem gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen mit Sitz im In- oder Ausland beschäftigt war, in Anspruch nehmen, wenn ALLE nachfolgenden Voraussetzungen erfüllt sind:
    • Durchgehende Beschäftigung in der Zeitarbeitsbranche (bei einem/mehreren gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen) von mindestens 2 Monaten vor Beginn der Arbeitslosigkeit.
    • Das vormalige Beschäftigungsverhältnis darf nicht durch Kündigung durch die Zeitarbeitskraft, unberechtigten/vorzeitigen Austritt oder berechtigte Entlassung beendet worden sein.
    • Nach Beendigung des Dienstverhältnisses darf innerhalb von einer Woche kein neues sozialversicherungspflichtiges Dienstverhältnis (Voll- oder Teilzeit-Dienstverhältnis) begründet werden.
    • Der Antrag auf Arbeitslosenunterstützung muss vollständig innerhalb von 6 Monaten nach Eintritt der Arbeitslosigkeit (1. Tag nach dem arbeitsrechtlichen Ende der Beschäftigung) beim SWF eingebracht werden.
    Sollte die Arbeitslosigkeit länger als einen Monat nach Eintritt der Arbeitslosigkeit (1. Tag nach dem arbeitsrechtlichen Ende der Beschäftigung) andauern, dann können zusätzliche € 270,- beantragt werden.
  • Schritt 1: Sie prüfen, ob Sie einen Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung durch den SWF haben. Einen Anspruch haben alle ehemaligen Zeitarbeitskräfte, welche vor Beginn der Arbeitslosigkeit mindestens 2 Monate durchgehend in der Zeitarbeitsbranche beschäftigt waren und alle weiteren Voraussetzungen erfüllen.
  • Schritt 2: Sie stellen innerhalb von 6 Monaten nach Eintritt der Arbeitslosigkeit (1. Tag nach dem arbeitsrechtlichen Ende der Beschäftigung) den Online-Antrag auf Arbeitslosenunterstützung ganz einfach in unserem SWF-Onlineportal auf unserer Website.
  • Schritt 3: Sie müssen nachfolgende Unterlagen aus dem SWF-Onlineportal herunterladen, ausdrucken, handschriftlich unterschreiben und wieder hochladen:
    • Das jeweilige auf Sie zutreffende SWF-Antragsformular
    • Die SWF-Datenschutz-Einwilligungserklärung

    Sie müssen zusätzlich nachfolgende Unterlagen im SWF-Onlineportal hochladen:
    • Identitätsnachweis mit Foto und handschriftlicher Unterschrift (zB. Reisepass/Personalausweis/Führerschein)
    • Dienstvertrag/Überlassungsmitteilung(en) in Ausnahmefällen zur Überprüfung ob Sie eine Zeitarbeitskraft waren

    Sie müssen zusätzlich nachfolgende Unterlagen im SWF-Onlineportal hochladen, wenn Sie aus dem Ausland nach Österreich entsandt und in Österreich beschäftigt waren:
    • Eine Beendigungsbestätigung der/des letzten Beschätigungsverhältnisse/s aus einer Überlassung
    • Eine behördliche Bescheinigung der Arbeitslosigkeit durch Ihre zuständige Behörde (durch Ihr „Wohnsitz-AMS“) im Ausland. Eine beglaubigte Übersetzung in deutscher Sprache ist erforderlich.
    Der SWF überprüft Ihre Identität und Ihre tatsächliche Beschäftigungsdauer vor Eintritt in die Arbeitslosigkeit durch die Entsendungsmeldungen der Zentralen Koordinierungsstelle (ZKO) beim Bundesministerium für Finanzen.
  • Schritt 4: Der SWF prüft, ob alle Voraussetzungen für die Auszahlung einer Arbeitslosenunterstützung erfüllt sind.
  • Schritt 5: Falls bei der Prüfung im SWF-Onlineportal auffällt, dass Sie unvollständige Angaben gemacht bzw. unvollständige Unterlagen hochgeladen haben, dann können für die Bearbeitung des Antrages notwendige Angaben/Unterlagen nachgefordert werden.
  • Schritt 6: Sind nach einer neuerlichen Prüfung alle Voraussetzungen für die Arbeitslosenunterstützung erfüllt, zahlt der SWF, an die den Antrag stellende Zeitarbeitskraft (Anspruchsberechtigte Person), den Unterstützungsbetrag aus.
  • Ja. Wenn Sie innerhalb eines Jahres bzw. jahresübergreifend bei mehreren gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen beschäftigt waren und Sie pro Beschäftigungsverhältnis die Voraussetzungen für die Arbeitslosenunterstützung erfüllen, kann die Unterstützung auch mehrmals im Jahr ausbezahlt werden.
  • Ja. Wenn Sie die Voraussetzungen für die Arbeitslosenunterstützung erfüllen und im SWF-Onlineportal Ihre ausländische Sozialversicherungsnummer eingeben, können Sie das SWF-Antragsformular für ehemalige im Ausland sozialversicherte Zeitarbeitskräfte herunterladen. Der SWF überprüft Ihre Identität und Ihre tatsächliche Beschäftigungsdauer vor Eintritt in die Arbeitslosigkeit durch die Entsendungsmeldungen der Zentralen Koordinierungsstelle (ZKO) beim Bundesministerium für Finanzen.
  • Der Antrag auf Arbeitslosenunterstützung kann bis einschließlich 31.08.2020 per E-Mail/per Post eingebracht werden. Ab 01.09.2020 ist der Antrag verpflichtend über das SWF-Onlineportal einzubringen. An der Büroadresse des SWF gibt es ausschließlich keinen Parteienverkehr.
  • Zur Überprüfung, ob Sie als Antragsteller/Antragstellerin auch die anspruchsberechtigte Person sind, müssen die zwei handschriftlich von Ihnen zu leistenden Unterschriften auf dem SWF-Antragsformular und der SWF-Datenschutz-Einwilligungserklärung, so gut es geht, einheitlich mit jener Unterschrift auf Ihrem Identitätsnachweis sein.

Fragen & Antworten für gewerbl. Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen

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Allgemeine Fragen

  • Der SWF, Sozial- und Weiterbildungsfonds, wurde 2013 gegründet und fördert die rund 130.000 Zeitarbeitskräfte (Stand: Okt/2019) in Österreich während eines aufrechten Arbeitsverhältnisses und auch im Falle von Arbeitslosigkeit. Die Leistungen des SWF stehen allen gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen zur Verfügung. Sie reichen von Allgemeinen Bildungsmaßnahmen über Fachkräfteausbildung bis hin zu Überbrückungsgeld und Einarbeitungsbeihilfe. Damit unterstützt der SWF das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen dabei, seine Zeitarbeitskräfte besser zu qualifizieren. In Folge steigt die Mitarbeiterzufriedenheit und –bindung und auch die Beschäftigerbetriebe profitieren von top ausgebildeten und zufriedenen Zeitarbeitskräften.
  • Der SWF fördert einerseits Allgemeine Bildungsmaßnahmen (SWF-Weiterbildungsdatenbank): Darunter fallen zum Beispiel Metall-, Elektro-, Schweiß- oder Werkmeisterausbildungen sowie Sprachkurse, Führerscheine und spezielle Ausbildungen für Angestellte. Andererseits übernimmt der Fonds die Kosten für die Fachkräfteausbildung von Zeitarbeitskräften – sei es in der Elektro- oder Metalltechnik, als Betriebslogistiker/Betriebslogistikerin, Bürokaufmann/Bürokauffrau etc.
  • Förderungen durch den SWF bringen für das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen eine Vielzahl an Vorteilen. Ein wesentlicher kurzfristiger Vorteil ist die Ermöglichung von Aus- und Weiterbildung für Zeitarbeitskräfte durch die vollständige Refundierung der Ausbildungskosten. Mittel- und langfristig bedeutet das eine bessere berufliche Qualifikation und damit verbunden eine verbesserte Einsetzbarkeit, eine erhöhte Kontinuität der Beschäftigung und eine Steigerung der Zufriedenheit – sowohl auf Seiten der Zeitarbeitskräfte als auch auf Seiten der Beschäftigerbetriebe.
  • Die Förderung von Aus- und Weiterbildungen für Zeitarbeitskräfte, die sich noch im Probemonat befinden, ist ausgeschlossen, ebenso für Zeitarbeitskräfte in geringfügiger Anstellung in den ersten 3 Monaten der Beschäftigung. Förderleistungen für Zeitarbeitskräfte in geringfügiger Anstellung werden mit € 100,- pro Beschäftigungsjahr begrenzt.
  • Ja, es gilt auch eine geringfügige Anstellung. Förderleistungen für Zeitarbeitskräfte in geringfügiger Anstellung sind ab 01.01.2020 mit € 100,- pro Beschäftigungsjahr begrenzt.
  • Wenn die Zeitarbeitskraft nach dem Probemonat von einer geringfügigen Anstellung auf Voll-/Teilzeit umsteigt, ist die Zeitarbeitskraft ab diesem Zeitpunkt normal förderbar (gleich nach dem Probemonat, keine Förderbeschränkung von € 100,- pro Beschäftigungsjahr), sofern ab dem Voll-/Teilzeit-Abschnitt nicht neuerlich eine Probezeit vereinbart wurde.
  • Allgemeine Bildungsmaßnahmen: gewerbliches Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen oder Zeitarbeitskraft
    Fachkräfteausbildung: gewerbliches Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen oder Zeitarbeitskraft
    Lohnkostenersatz für Allgemeine Bildungsmaßnahmen und Fachkräfteausbildung: nur gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen
    Arbeitslosenunterstützung: nur Zeitarbeitskräfte
    Überbrückungsgeld: nur gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen
    Einarbeitungsbeihilfe: nur gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen
  • Das ist davon abhängig, ob der Förderantrag durch das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen oder durch die Zeitarbeitskraft direkt gestellt wird. Gerne beraten wir Sie über die Vorteile dieser beider Varianten.
    Antragstellung durch das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen:
    Die Ausbildung ist zunächst vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen zu finanzieren. Nach Beendigung der Ausbildung werden alle notwendigen Unterlagen vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen mittels Upload im SWF-Onlineportal eingereicht, anschließend erfolgt die Auszahlung durch den SWF (quartalsweise). Die Rechnung muss auf das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen ausgestellt sein.
    Antragstellung durch die Zeitarbeitskraft:
    Die Zeitarbeitkraft stellt vor Ausbildungsbeginn den Ausbildungsantrag samt notwendiger vollständiger Anlagen beim SWF (Bitte hierzu den Anhang beim Ausbildungsantrag beachten). Die Teilnahme-/Anwesenheitsbestätigung, Zeugnis/Zertifikat, Rechnung(en) werden vom Schulungsträger über das SWF-Onlineportal direkt zum Förderfall hochgeladen. Der SWF prüft die Unterlagen und überweist direkt an den Schulungsträger. Die Rechnung muss auf die Zeitarbeitskraft ausgestellt sein.
  • Pro Förderzeitraum (Quartal) wird das Verhältnis der eingezahlten SO-Beiträge mit den beantragten Ausbildungskosten/Lohnkosten/Überbrückungsgeldern/Einarbeitungsbeihilfen verglichen. Das einzelne Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen (AKÜ) darf Kosten bis zum zweifachen Wert der eingezahlten SO-Beiträge beim SWF einreichen, kleinere AKÜs bis zum Dreifachen der eingezahlten SO-Beiträge. Als kleinere AKÜ sind Firmen mit einem durchschnittlichen monatlich eingezahlten SO-Beitrag von weniger als € 1.000,- (bei einem SO-Beitragssatz von 0,35 %) definiert. Diese können um diese Ausnahmeregelung per Mail anfragen. Die Zustimmung erfolgt im Vorstand.
  • Der Sozial- und Weiterbildungsfonds-Beitrag (SO-Beitrag) ist gesetzlich nach § 22d Abs 1 und Abs 2 AÜG wie folgt festgelegt:
    • 2013: 0,25 %
    • 2014: 0,35 %
    • 2015: 0,60 %
    • 2016: 0,80 %
    • ab 01.04.2017: 0,35%
    von der allgemeinen Beitragsgrundlage nach ASVG bzw. vom Entgelt der überlassenen Arbeitskraft
  • Die Beiträge an den Sozial- und Weiterbildungsfonds (SO-Beiträge) müssen seit 01.01.2013 über die AKÜ-eigene Lohnverrechnung (z.B. ab 01.04.2017 sind das 0,35 % von der allgemeinen Beitragsgrundlage zur Sozialversicherung) an die Österreichische Gesundheitskasse gemeldet und gemeinsam mit den übrigen Abgaben zur Sozialversicherung abgeliefert werden. Gemäß § 22d Abs 3 AÜG gelten die Vorschriften der gesetzlichen Krankenversicherung über den Abzug des Versicherungsbeitrages vom Entgelt. Die Beitragsgrundlage ist die nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG), BGBl. Nr. 189/1955 geltende allgemeine Beitragsgrundlage. Es gilt die Höchstbemessungsgrundlage gemäß § 45 ASVG. Ein SO-Beitrag ist auch für Sonderzahlungen gemäß § 49 Abs 2 ASVG zu leisten.
  • Die Österreichische Gesundheitskasse gibt die Meldung und die eingezahlten SO-Beiträge abzüglich einer 0,5 %igen Verwaltungskostenpauschale gemäß § 22d Abs 5 AÜG an den SWF weiter.
  • Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen mit Sitz in einem EU-Mitgliedstaat, EWR-Staat oder der Schweiz haben die Beschäftigung von nach Österreich überlassenen Arbeitskräfte gemäß § 19 Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz (LSD-BG) bei der Zentralen Koordinationsstelle (ZKO) beim Bundesministerium für Finanzen elektronisch mit dem Web-Formular ZKO 4 zu melden (§ 22 d Abs 4 AÜG). Änderungen der gemeldeten Daten müssen ebenfalls unverzüglich bekannt gegeben werden.
  • Auf Basis der Meldungen an die ZKO werden die SO-Beiträge vom SWF monatlich vorgeschrieben und eingehoben.
  • Schritt 1: Das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen meldet gemäß § 19 Abs 1 iVm Abs 4 LSD-BG die Überlassung von Arbeitskräften nach Österreich vor Entsendung elektronisch bei der ZKO im Bundesministerium für Finanzen. 
    Schritt 2: Der Sozial- und Weiterbildungsfonds erhält von der ZKO auf gesetzlicher Grundlage die nötigen Informationen, um den SO-Beitrag berechnen und vorschreiben zu können. 
    Schritt 3: Der AKÜ mit Sitz im Ausland erhält einen elektronischen Zugang (Benutzer/Passwort) zum SWF-Onlineportal - über das die gesamte SO-Beitragsvorschreibung und –einhebung abgewickelt wird. 
    Schritt 4: Das AKÜ mit Sitz im Ausland hat 14 Tage Zeit diese Daten zu präzisieren: - Angabe jener/s Tage/s des Überlassungszeitraumes, an welchen nicht in Österreich gearbeitet wurde und dadurch kein SO-Beitrag zu verrechnen ist. 
    Schritt 5: Der SWF prüft die eingereichten Daten auf SO-Beitragspflicht und kollektivvertragliche Einstufung, damit eine etwaige Unterentlohnung nach dem LSD-BG ausgeschlossen werden kann.
    Schritt 6: Der SWF ergänzt die Kollektivvertrags-Einstufungen pro Zeitarbeitskraft gemäß Gewerbeberechtigung des Beschäftigerbetriebes, Tätigkeitsbeschreibung und gemeldeter Entlohnung und berechnet darauf basierend den SO-Beitrag.
    Schritt 7: Der SO-Beitrag wird für den aktuellen Monat, aufgrund Ihrer näheren Angaben, vorgeschrieben. Die Verrechnung erfolgt im Nachhinein. Beispiel: Der Monat Dezember 2019 wird im Jänner 2020 verrechnet und nach Verrechnungsabschluss erhält das AKÜ eine Vorschreibung, die binnen 30 Tage zu begleichen ist. 
    Schritt 8: Das AKÜ mit Sitz im Ausland zahlt auf das dafür beim SWF vorgesehene Konto bei der ERSTE Bank ein:
    Kontowortlaut: SO-Beiträge zum SWF/Ausland
    IBAN: AT28 2011 1822 2568 5802
    BIC: GIBAATWWXXX

    Schritt 9: Sollte der Betrag nicht zeitgerecht eingezahlt werden, erfolgt ebenfalls elektronisch die 1. Mahnung unter Setzung einer 14tägigen Frist. 
    Schritt 10: Sollte der Betrag abermals nicht eingezahlt werden, erfolgt die letzte Mahnung unter Setzung einer letztmaligen 14tägigen Frist
    Schritt 11: Sollte die Zahlung des SO-Beitrages wider Erwarten nicht erfolgen, erhält das AKÜ mit Sitz im Ausland die Verständigung unseres Rechtsanwaltes mit der Aufforderung die säumige Zahlung inklusive der Anwaltskosten zu begleichen. 
    Schritt 12: Sollte der Zahlungsaufforderung ein weiteres Mal nicht nachgekommen werden, so wird gemäß §22d Abs 4 AÜG eine Klage beim Arbeits- und Sozialgericht Wien eingereicht.
  • Ja, seit 01.01.2017 sind SO-Beiträge abzuführen und es können im Gegenzug dazu auch Förderungen in Anspruch genommen werden.
  • Sie müssen nicht im Vorhinein ansuchen.
    In den einzelnen Leistungsbereichen „Allgemeine Bildungsmaßnahmen/Fachkräfteausbildung/Überbrückungsgeld/Einarbeitungsbeihilfe" müssen Sie die Unterlagen bis spätestens 6 Monate nach Ausbildungsende/Stehzeitende/Ende Einarbeitung im Nachhinein vollständig in das SWF-Onlineportal einbringen. Wenn alle Unterlagen von Ihnen hochgeladen wurden, können Sie den Förderantrag einfach und unbürokratisch stellen, indem Sie die Ausbildung frei geben (Einreichen-Button drücken).
    Nur in den Bereichen „Fachkräfteausbildung“ und „Allgemeine Bildungsmaßnahmen mit Bildungskarenz“ ist mit dem SWF Kontakt aufzunehmen, da nur nach einem vorab geführten Beratungsgespräch und einer schriftlichen Zusage durch den SWF eine Förderung erfolgen kann.

Fragen zu Allgemeine Bildungsmaßnahmen

  • Es handelt sich dabei um Aus- und Weiterbildungen für Zeitarbeitskräfte mit den Zielen einer verbesserten Qualifikation und Einsatzfähigkeit, einer kontinuierlichen Beschäftigung und einer höheren Zufriedenheit – sowohl auf Seiten der Zeitarbeitskräfte als auch auf Seiten der Beschäftigerbetriebe.
  • Alle gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen, die ihre Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und pünktlich einbezahlt haben, können für ihre Zeitarbeitskräfte eine geförderte Bildungsmaßnahme beantragen, sofern sich diese während der Ausbildung in einem aufrechten Arbeitsverhältnis befinden.
  • Bei Allgemeinen Bildungsmaßnahmen finanziert der SWF die kompletten Ausbildungs- und Prüfungskosten. Sollte die Zeitarbeitskraft die vereinbarte Bildungsmaßnahme allerdings mit weniger als 75 % der gesamten Ausbildungszeit besuchen, übernimmt der SWF nur 50 % der vorab genehmigten Kosten. Die restlichen Kosten muss die Zeitarbeitskraft selbst bezahlen. Wenn Zeitarbeitskräfte im Rahmen einer Bildungskarenz, einer Bildungsteilzeit oder eines Fachkräftestipendiums eine Ausbildung beginnen, leistet der SWF einen monatlichen finanziellen Zuschuss. Als Bemessungsgrundlage gilt dabei das durchschnittliche Nettoentgelt vor Ausbildungsbeginn (13-Wochen-Schnitt inkl. Sonderzahlungen).
  • Die Antragstellung erfolgt entweder durch das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen oder durch die Zeitarbeitskraft direkt. Den genauen Ablauf finden Sie unter Prozessablauf Allgemeine Bildungsmaßnahmen. Der SWF berät Sie gerne über die jeweiligen Vorteile der Varianten und unterstützt Sie bei allen Schritten.
  • Bei der Auswahl ist zu berücksichtigen, dass die Ausbildungskosten den Referenzpreisen von regionalen Schulungsträgern entsprechen müssen. Anlern-, Einweisungs- und Einschulungsunterweisungen gelten nicht als geförderte Bildungsmaßnahmen.
  • Ja, seit 01.01.2016 können allgemeine Bildungsmaßnahmen auch während der Bildungskarenz bzw. Bildungsteilzeit beantragt werden.
  • Im Rahmen der Allgemeinen Bildungsmaßnahmen nach § 3 der Leistungsordnung und unter Einhaltung der übrigen Fördervoraussetzungen werden die tatsächlich aufgewendeten Kurskosten zur Gänze rückvergütet - ungeachtet dessen, ob die einmonatige Behaltefrist eingehalten wurde.
    Die Behaltefrist ist relevant, wenn auch Lohn-/Gehaltskostenersatz beantragt wird.
    Die Lohn-/Gehaltskosten nach § 3 der Leistungsordnung werden aber auch dann an das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen rückvergütet, wenn die Zeitarbeitskraft während der Ausbildungszeit oder innerhalb eines Monats nach Schulungsende das Unternehmen durch Kündigung durch die Zeitarbeitskraft, berechtigte Entlassung oder unberechtigten vorzeitigen Austritt verlassen hat oder lückenlos vom Beschäftigerbetrieb übernommen worden ist.
  • Ja, der Antrag kann sowohl über das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen als auch über die Zeitarbeitskraft gestellt werden. Der SWF überprüft anschließend, ob ein gültiges Zertifikat vorhanden ist bzw. ob innerhalb von 10 Jahren bereits einmal für eine Zeitarbeitskraft eine Förderung für diese spezielle Ausbildung ausbezahlt wurde. Weitere Voraussetzungen für eine Genehmigung sind, dass es sich um eine standardisierte Ausbildung inkl. Prüfung und Ausstellung eines Zertifikats handelt und dass die Ausbildungsdauer 8–24 Stunden beträgt.
  • Ja, aber sie werden nur in bedarfsbezogenen Ausnahmefällen gefördert. Die Förderbedingungen von Bildungsmaßnahmen und insbesondere von eLearning-Ausbildungen werden durch eine gesonderte Rahmenvereinbarung mit ausgewählten Schulungsträgern geregelt.

Fragen zur Fachkräfteausbildung

  • Bei der Fachkräfteausbildung handelt es sich um Lehrgänge für die Vorbereitung auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung. Voraussetzungen für die Teilnahme sind Bildungskarenz, Bildungsteilzeit bzw. das Fachkräftestipendium des AMS. Für das Jahr 2020 stehen jeweils 200 geförderte Ausbildungsplätze zur Verfügung: in der Elektro-/ Metalltechnik, als Betriebslogistiker/Betriebslogistikerin, Bürokaufmann/Bürokauffrau oder vieles mehr.
  • Die Fachkräfteausbildung richtet sich an alle gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen, die Zeitarbeitskräfte mit einer abgebrochenen Lehre ausbilden lassen möchten. Auch für angelernte Zeitarbeitskräfte, die einen Lehrabschluss anstreben, kann eine Förderung beantragt werden. Voraussetzung ist, dass die Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und zeitgerecht einbezahlt wurden.
  • Der SWF übernimmt die Ausbildungs-/Prüfungskosten zur Gänze. Sollte die Zeitarbeitskraft die vereinbarte Bildungsmaßnahme allerdings mit weniger als 75 % der gesamten Ausbildungszeit besuchen, übernimmt der SWF nur 50 % der vorab genehmigten Kosten. Die restlichen Kosten muss die Zeitarbeitskraft selbst bezahlen. Zusätzlich erhalten Zeitarbeitskräfte einen Zuschuss zum Weiterbildungsgeld, Bildungsteilzeitgeld bzw. zum Fachkräftestipendium. Als Bemessungsgrundlage gilt dabei das durchschnittliche Nettoentgelt vor Ausbildungsbeginn (13-Wochen-Schnitt auf Basis Bruttolohn/-gehalt samt schnittfähiger Zulagen und anteiliger Sonderzahlungen, max. jedoch bis zur Höhe der gemäß § 45 ASVG festgelegten Höchstbemessungsgrundlage).
  • Die Antragstellung erfolgt entweder durch das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen oder durch die Zeitarbeitskraft direkt. Den genauen Ablauf finden Sie unter Prozessablauf Fachkräfteausbildung. Der SWF berät Sie gerne über die jeweiligen Vorteile der Varianten und unterstützt Sie bei allen Schritten.
  • Die 200 Kontingentplätze wurden vom SWF-Vorstand beschlossen. Sollten Ausbildungen darüber hinaus angefragt werden, so ist der SWF bemüht, freie Mittel aus anderen Leistungsbereichen bereitzustellen.
  • Im Rahmen der Fachkräfteausbildung nach § 4 der Leistungsordnung werden die Ausbildungskosten unter Einhaltung der übrigen Fördervoraussetzungen durch den SWF rückvergütet, wenn für den Zeitraum der Ausbildung eine Karenzierungsvereinbarung geschlossen wurde und das Arbeitsverhältnis noch ein Monat nach Schulungsende weiterbestanden hat - entweder beim gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen direkt oder durch lückenlose Übernahme durch den Beschäftigerbetrieb.
    Die tatsächlich aufgewendeten Ausbildungskosten werden auch dann rückvergütet, wenn die Zeitarbeitskraft vor dem Monat der Behaltefrist das Unternehmen durch Kündigung durch die Zeitarbeitskraft, berechtigte Entlassung oder unberechtigten vorzeitigen Austritt verlassen hat.
    Wenn die Fachkräfteausbildung während der Ausbildungszeit ohne Verschulden des gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen durch die Zeitarbeitskraft abgebrochen wird, können in begründeten Einzelfällen tatsächlich aufgewendete Ausbildungskosten durch Zustimmung im Vorstand rückvergütet werden.

Fragen zum Überbrückungsgeld

  • Der SWF unterstützt gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen während überlassungsfreier Zeiten (Stehzeiten) ihrer Zeitarbeitskraft. Während überlassungsfreier Zeiten (Stehzeiten) fördert der SWF gegenüber dem Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen 130 % während der ersten 5 Arbeitstage und 120 % vom 6. bis zum 10. Arbeitstag des dafür aufgewendeten Bruttolohns/-gehalts bis zur Höhe der gemäß § 45 ASVG festgelegten Höchstbeitragsgrundlage (Bruttolohn/-gehalt samt schnittfähiger Zulagen und anteiliger Sonderzahlungen). Zeiten, in denen die Arbeitnehmerin und der Arbeitnehmer Entgeltfortzahlung erhält (z.B. Urlaub, Krankenstand) oder Zeitausgleich konsumiert, werden nicht gefördert. Dies gilt für maximal 10 Arbeitstage pro Anlassfall. Voraussetzung ist, dass die Zeitarbeitskraft vor der zu fördernden Stehzeit zumindest ein Monat (Beschäftigungsmonat) lang beim Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen beschäftigt gewesen ist und dieses Arbeitsverhältnis nach Ende des Überbrückungsgeldes noch mindestens ein Monat lang andauert (Behaltemonat).
  • Das Überbrückungsgeld kann vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen beantragt werden, wenn sich dessen Zeitarbeitskräfte auf Stehzeit befinden. Anspruchsberechtigt sind jene Unternehmen, die ihre Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und pünktlich einbezahlt haben.
  • Das Überbrückungsgeld wird vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen beantragt. Alle notwendigen Schritte finden Sie unter Prozessablauf Überbrückungsgeld. Der SWF berät und unterstützt Sie gerne bei allen Schritten.

Fragen zur Einarbeitungshilfe

  • Der SWF unterstützt mit der Einarbeitungsbeihilfe, wenn nach einer erfolgreich absolvierten SWF-Fachkräfteausbildung ein Mangel an Berufserfahrung bei einer Zeitarbeitskraft festgestellt wird und aufgrund dessen der Verrechnungssatz für Fachkräfte nicht sofort gegenüber dem Beschäftigerbetrieb in Rechnung gestellt werden kann. Die Einarbeitungsbeihilfe wird für maximal 3 Monate gewährt.
  • Die Einarbeitungshilfe kann von allen gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen beantragt werden, die ihre Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und pünktlich einbezahlt haben.
  • Die Einarbeitungsbeihilfe wird vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen beantragt. Alle notwendigen Schritte finden Sie unter Prozessablauf Einarbeitungsbeihilfe. Der SWF berät und unterstützt Sie gerne bei allen Schritten.

Fragen & Antworten für Schulungsträger

Sie können die Antworten auf die Fragen auf- und zuklappen, indem Sie die jeweilige Frage anklicken.

  • Seit 01.01.2020 fördert der SWF ausschließlich Aus- und Weiterbildungen, die bei SWF-gelisteten Schulungsträgern stattfinden. Die Anforderungen für die Listung sowie die Förderabwicklung zwischen SWF und Schulungsträger regelt die SWF-Rahmenvereinbarung.
  • Der Schulungsträger, welcher die Mindestanforderungen der Rahmenvereinbarung erfüllt und sich beim SWF listen lassen möchte, muss zunächst die notwendigen Daten und Unterlagen im SWF-Onlineportal bekanntgeben und hochladen.
    Um dies durchführen zu können werden die interessierten Schulungsträger gebeten mit dem SWF unter der Mail-Adresse office-schulungstraeger@swf-akue.at Kontakt aufzunehmen, damit ein individueller Zugang erstellt werden kann.
    Sobald vom Schulungsträger alle Unterlagen vollständig hochgeladen worden sind, wird der Zugang vorerst deaktiviert, damit der SWF die übermittelten Unterlagen prüfen kann.
    Im Fall einer positiven Prüfung wird der Schulungsträger vom SWF wieder aktiviert und erscheint ab diesem Zeitpunkt als gelisteter Schulungsträger in der SWF-Weiterbildungsdatenbank auf der SWF-Website auf.
  • Seit dem 01.01.2020 sind alle gelisteten Schulungsträger in der SWF-Weiterbildungsdatenbank auf der SWF-Website verzeichnet. Die Weiterbildungsdatenbank wird laufend aktualisiert.
  • Es müssen folgende Unterlagen hochgeladen werden:
    • Firmenbuchauszug oder der Unternehmensform angemessener Nachweis (Vereinsregisterauszug, Gewerbeanmeldung, etc.),
    • Ö-CERT-Zertifikat/Ermächtigung(en),
    • Beitrittserklärung,
    • Eigenerklärung,
    • Erklärung zur Nutzung Onlineportal (Mustervorlage ist im SWF-Onlineportal hinterlegt).

    Die notwendigen Unterlagen werden in der Präambel der SWF-Rahmenvereinbarung näher beschrieben.
  • Die Beitrittserklärung ist das Dokument, welches auf der letzten Seite der SWF-Rahmenvereinbarung zu finden ist. Auf der Beitrittserklärung gibt der Schulungsträger an, ob er über ein Ö-CERT-Zertifikat oder über eine Ermächtigung einer öffentlich-rechtlichen Stelle zur Durchführung von gesetzlich geregelten Bildungsmaßnahmen verfügt.
  • Die Eigenerklärung des Schulungsträgers ist ein Dokument, welches vom Schulungsträger selbst verfasst und mit bestimmten Anlagen versehen werden muss. Die erforderlichen Inhalte und Anlagen sind in der SWF-Rahmenvereinbarung in der Präambel (unterer Absatz) zu finden.
  • Falls ein SWF-gelisteter Schulungsträger die Bildungsmaßnahme an ein Subunternehmen vergeben möchte, dann ist dieses Subunternehmen bekanntzugeben und in den Schulungsangeboten zu vermerken. Der SWF benötigt Nachweise darüber, dass es sich um eine Organisation der Erwachsenenbildung (genaue Firmenbezeichnung) handelt, welche berufsorientierte Kursmaßnahmen anbietet und eine Marktpräsenz von mindestens 3 Jahre aufweist. Der SWF kann dazu noch in begründeten Fällen ein Veto einlegen, z.B. wenn für das besagte Subunternehmen ein Zahlungsstopp besteht.
    Sollte dieses Subunternehmen über kein Ö-CERT-Zertifikat verfügen, so hat der gelistete Schulungsträger dafür einzustehen, dass alle nachfolgenden Mindestanforderungen und Standards eingehalten werden.
  • Wenn der Förderantrag durch das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen gestellt wird, muss der Schulungsträger die Rechnung auf das Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen ausstellen.
  • Wenn der Förderantrag durch die Zeitarbeitskraft gestellt wird, muss der Schulungsträger die Rechnung auf den Namen der Zeitarbeitskraft ausstellen.
  • Die Rechnung darf niemals auf den SWF ausgestellt werden!
  • Wenn 40 Stunden zu schulen sind, dann dürfen nur max. 50% der Gesamtausbildung (=20 Stunden) als Lernzeiten anfallen.
    1 Stunde entspricht einer Übungseinheit + der geregelten Pause.

Fragen & Antworten zu den Allgemeinen Bildungsmaßnahmen

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  • Allgemeine Bildungsmaßnahmen dienen dazu, die Qualifikation von Zeitarbeitskräften am Arbeitsmarkt zu verbessern. Darunter fallen zum Beispiel Metall-, Elektro-, Schweiß- oder Werkmeisterausbildungen sowie Sprachkurse, Führerscheine oder spezielle Ausbildungen für Angestellte. Der SWF unterstützt Zeitarbeitskräfte dabei, neue Fähigkeiten zu erlernen.
  • Die Allgemeinen Bildungsmaßnahmen eignen sich für Zeitarbeitskräfte in einem aufrechten Dienstverhältnis, die sich weiterentwickeln wollen.
  • Der SWF fördert auch Zeitarbeitskräfte, die bei ihrem letzten Arbeitgeber (=gewerbliches Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen) eine Ausbildung begonnen haben, aber vor Ausbildungsende arbeitslos geworden sind.
  • Die Beantragung ist sowohl direkt durch die Zeitarbeitskraft als auch durch das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen für Ihre Zeitarbeitskraft möglich, unter der Voraussetzung, dass die Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und pünktlich einbezahlt worden sind.
  • Bei Allgemeinen Bildungsmaßnahmen finanziert der SWF die Ausbildungs- und Prüfungskosten gemäß der Förderkriterien.
  • Falls Zeitarbeitskräfte im Rahmen einer Bildungskarenz, einer Bildungsteilzeit oder einem Fachkräftestipendium eine Ausbildung beginnen, leistet der SWF einen monatlichen, finanziellen Zuschuss.
  • Als Bemessungsgrundlage gilt dabei das durchschnittliche Nettoentgelt vor Ausbildungsbeginn (13-Wochen-Schnitt auf Basis Bruttolohn/-gehalt samt schnittfähiger Zulagen und anteiliger Sonderzahlungen, max. jedoch bis zur Höhe der gemäß § 45 ASVG festgelegten Höchstbemessungsgrundlage).

 

  • Darüber hinaus ist eine Förderung der Lohnkosten für das Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen möglich, wenn die Allgemeine Bildungsmaßnahme zumindest teilweise während der Arbeitszeit der Zeitarbeitskraft stattgefunden hat, diese vom Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen vergütet wurde und das Dienstverhältnis nach Beendigung der Ausbildungsmaßnahme für mindestens ein Monat unaufgelöst fortbestand (=Behaltemonat).
    In diesem Fall werden dem Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen 154 % des dafür aufgewendeten Bruttolohns-/-gehalts, max. jedoch bis zur Höhe der gemäß § 45 ASVG festgelegten Höchstbeitragsgrundlage (Bruttolohn/-gehalt samt schnittfähiger Zulagen und anteiliger Sonderzahlungen) rückvergütet.
  • Allgemeine Bildungsmaßnahmen werden nach §3 der SWF-Leistungsordnung bis zu einer Ausbildungsdauer von 1 Jahr (auch bei Bildungskarenz/-teilzeit und Fachkräftestipendium) und bis zu einem Betrag von € 6.000,- inkl. USt. pro Zeitarbeitskraft und Beschäftigungsjahr gefördert bzw. bis zu € 3.000,- inkl. USt. pro Ausbildungsmonat (=135 Übungseinheiten).
    Gleichzeitig werden tatsächlich aufgewendete Ausbildungskosten (Kurs-, Prüfungskosten, Kursunterlagen, div. Gebühren) im Ausmaß von bis zu 125 % vergleichbarer Referenzpreise wichtiger regionaler Schulungsträger ersetzt.
  • Sollte die Zeitarbeitskraft die vereinbarte Bildungsmaßnahme allerdings mit weniger als 75 % der gesamten Ausbildungszeit besuchen, übernimmt der SWF nur 50 % der vorab genehmigten Kosten. Die restlichen Kosten muss die Zeitarbeitskraft selbst bezahlen.
  • Zudem sind Förderleistungen für Zeitarbeitskräfte in geringfügiger Anstellung mit € 100,- pro Beschäftigungsjahr begrenzt.
  • Die Beantragung ist sowohl durch die Zeitarbeitskraft als auch durch das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen für Ihre Zeitarbeitskraft möglich. Die Beantragung erfolgt ausschließlich über das SWF-Onlineportal.

 

  • Antragstellung durch das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen:
    • Vor Ausbildungsbeginn ist die Förderbarkeit im SWF-Onlineportal durch den Pre-Check zu überprüfen.
    • Bei einer Förderzusage wird die Ausbildung durch die Zeitarbeitskraft absolviert und zunächst vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen finanziert.
    • Nach Beendigung der Ausbildung werden alle notwendigen Förderantragsunterlagen vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen sowie vom gelisteten Schulungsträger im SWF-Onlineportal eingereicht, anschließend erfolgt die Refundierung der förderbaren Kosten durch den SWF (quartalsweise).
      Dabei muss die Rechnung auf das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen ausgestellt sein.

 

  • Antragstellung durch die Zeitarbeitskraft über das Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen:
    • Vor Ausbildungsbeginn ist die Förderbarkeit vom Arbeitskräfteüberlassung-Unternehmen im SWF-Onlineportal durch den Pre-Check zu überprüfen.
    • Bei einer Förderzusage wird der Förderantrag samt vollständiger Unterlagen im SWF-Onlineportal eingereicht. Zuerst muss die Zeitarbeitskraft jedoch der Förderung zustimmen, dazu erhält sie eine automatisierte E-Mail des Onlineportals mit der Bitte den Bestätigungslink anzuklicken.
    • Die Teilnahme-/Anwesenheitsbestätigung, Zeugnis/Zertifikat, Rechnung(en) werden nach Ausbildungsende vom Schulungsträger über das SWF-Onlineportal direkt zum Förderfall hochgeladen.
    • Der SWF prüft die Unterlagen und überweist direkt an den Schulungsträger.
      Die Rechnung muss auf die Zeitarbeitskraft ausgestellt sein.


    Die detaillierten Schritte zum Förderablauf finden Sie je nach Beantragungsart im entsprechenden Prozessablauf im Downloadbereich. Der SWF berät und unterstützt Sie gerne bei allen Schritten.

  • Im Rahmen der Allgemeinen Bildungsmaßnahmen nach § 3 der Leistungsordnung und unter Einhaltung der übrigen Fördervoraussetzungen werden die tatsächlich aufgewendeten Kurskosten zur Gänze rückvergütet - ungeachtet dessen, ob die einmonatige Behaltefrist eingehalten wurde.
  • Die Behaltefrist ist relevant, wenn auch Lohn-/Gehaltskostenersatz beantragt wird.
  • Die Lohn-/Gehaltskosten nach § 3 der Leistungsordnung werden aber auch dann an das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen rückvergütet, wenn die Zeitarbeitskraft während der Ausbildungszeit oder innerhalb eines Monats nach Schulungsende das Unternehmen durch Kündigung durch die Zeitarbeitskraft, berechtigte Entlassung oder unberechtigten vorzeitigen Austritt verlassen hat.
  • Bei der Auswahl ist zu berücksichtigen, dass es sich um einen förderbaren Kurs handelt, der von einem beim SWF gelisteten Schulungsträger durchgeführt wird. Aus- und Weiterbildungen bei Schulungsträgern, die nicht beim SWF gelistet sind, können nicht gefördert werden!
  • Alle förderbaren Aus- und Weiterbildungen sowie gelistete Schulungsträger sind in der SWF-Weiterbildungsdatenbank zu finden.
  • Zudem gelten Anlern-, Einweisungs- und Einschulungsunterweisungen nicht als geförderte Weiterbildungsmaßnahmen.
  • Ja. Es können Allgemeine Bildungsmaßnahmen auch während der Bildungskarenz, Bildungsteilzeit und auch im Fachkräftestipendium beantragt werden.
  • Der wöchentliche Qualifizierungsumfang hat dem vorangegangenen Beschäftigungsausmaß vor Eintritt in die Bildungsmaßnahme zu entsprechen.
    Beispiel: Die Zeitarbeitskraft war vor Eintritt in die Bildungsmaßnahme im Ausmaß von 38,5 Wochenstunden angestellt, so hat auch die Qualifizierung (inkl. Selbstlernzeiten) im Ausmaß von 38,5 Wochenstunden stattzufinden.
  • Die Allgemeine Bildungsmaßnahme während der Bildungskarenz/-teilzeit bzw. im Fachkräftestipendium erfordert jedoch ein vorab geführten Beratungsgespräch und einer schriftlichen Zusage durch den SWF.
  • Ja, der Antrag kann sowohl über das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen als auch über die Zeitarbeitskraft gestellt werden.
  • Der SWF überprüft anschließend, ob ein gültiges Zertifikat vorhanden ist bzw. ob innerhalb von 10 Jahren bereits einmal für eine Zeitarbeitskraft eine Förderung für diese spezielle Ausbildung ausbezahlt wurde.
  • Weitere Voraussetzungen für eine Genehmigung sind, dass es sich um eine standardisierte Ausbildung inkl. Prüfung und Ausstellung eines Zertifikats handelt und dass die Ausbildungsdauer 8–24 Stunden beträgt.
  • Ja, aber sie werden nur in bedarfsbezogenen Ausnahmefällen gefördert. Die Förderbedingungen von Bildungsmaßnahmen und insbesondere von eLearning-Ausbildungen sind in den Anforderungen Bildungsmaßnahmen geregelt.

Fragen & Antworten zur Fachkräfteausbildung

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  • Bei der Fachkräfteausbildung handelt es sich um Lehrgänge für die Vorbereitung auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung. Diese können in Kombination mit Bildungskarenz, Bildungsteilzeit bzw. dem Fachkräftestipendium des AMS absolviert werden.
    Für das Jahr 2021 stehen jeweils 200 geförderte Ausbildungsplätze zur Verfügung: in der Elektro-/ Metalltechnik, als Betriebslogistiker/Betriebslogistikerin, Bürokaufmann/Bürokauffrau oder vieles mehr.
  • Die Fachkräfteausbildung richtet sich an Zeitarbeitskräfte mit einer (abgebrochenen) Lehre ohne Lehrabschlussprüfung wie auch an angelernte Zeitarbeitskräfte, die einen Lehrabschluss anstreben.
  • Zeitarbeitskräfte sollten mit ihrem Arbeitgeber besprechen, ob eine Bildungskarenz, eine Bildungsteilzeit oder ein Fachkräftestipendium in Anspruch genommen werden kann.
  • Die Beantragung ist sowohl direkt durch die Zeitarbeitskraft als auch durch das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen für Ihre Zeitarbeitskraft möglich, unter der Voraussetzung, dass die Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und pünktlich einbezahlt worden sind.
  • Bei der Fachkräfteausbildung finanziert der SWF die Ausbildungs- und Prüfungskosten gemäß der Förderkriterien.
  • Zusätzlich erhalten Zeitarbeitskräfte einen Zuschuss zum Weiterbildungsgeld, Bildungsteilzeitgeld bzw. zum Fachkräftestipendium.
  • Als Bemessungsgrundlage gilt dabei das durchschnittliche Nettoentgelt vor Ausbildungsbeginn (13-Wochen-Schnitt auf Basis Bruttolohn/-gehalt samt schnittfähiger Zulagen und anteiliger Sonderzahlungen, max. jedoch bis zur Höhe der gemäß § 45 ASVG festgelegten Höchstbemessungsgrundlage).
  • Fachkräfteausbildungen nach § 4 der SWF-Leistungsordnung werden bis zu einer Ausbildungsdauer von 1 Jahr (auch bei Bildungskarenz/-teilzeit und Fachkräftestipendium) und bis zu einem Betrag von € 15.000,- inkl. USt. pro Zeitarbeitskraft und Beschäftigungsjahr gefördert.
  • Sollte die Zeitarbeitskraft die vereinbarte Fachkräfteausbildung allerdings mit weniger als 75 % der gesamten Ausbildungszeit besuchen, übernimmt der SWF nur 50 % der vorab genehmigten Kosten. Die restlichen Kosten muss die Zeitarbeitskraft selbst bezahlen.
  • Zudem sind Förderleistungen für Zeitarbeitskräfte in geringfügiger Anstellung mit € 100,- pro Beschäftigungsjahr begrenzt.
  • Die Beantragung ist sowohl durch die Zeitarbeitskraft als auch durch das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen für Ihre Zeitarbeitskraft möglich.

 

  • Antragstellung durch das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen:
    • Vor Ausbildungsbeginn ist ein verbindliches Beratungsgespräch sowie eine schriftliche Förderzusage durch den SWF erforderlich. Dazu muss sich die Zeitarbeitskraft an das SWF-Servicebüro wenden, um ein telefonisches Beratungsgespräch zu führen. Nach dem Beratungsgespräch erhält die Zeitarbeitskraft eine Mail mit der Bitte bestimmte Unterlagen zwecks Vorlage beim SWF-Vorstand zu übermitteln.
    • Der Vorstand entscheidet über das Förderansuchen. Im Falle einer positiven Entscheidung erhält die Zeitarbeitskraft eine schriftliche Zusage. Anschließend muss die Zeitarbeitskraft den Potentialcheck beim Schulungsträger absolvieren, die Bildungskarenz/-teilzeit oder das Fachkräftestipendium fixieren und weitere Förderunterlagen an den SWF übermitteln.
    • Die Ausbildung wird durch die Zeitarbeitskraft absolviert und zunächst vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen finanziert. Die Zeitarbeitskraft erhält während der Ausbildung eine monatliche Zuschusszahlung durch den SWF zum Weiterbildungsgeld/Bildungsteilzeitgeld/Fachkräftestipendium.
    • Nach Beendigung der Ausbildung werden alle notwendigen Förderantragsunterlagen vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen sowie vom gelisteten Schulungsträger im SWF-Onlineportal eingereicht, anschließend erfolgt die Refundierung der förderbaren Kosten durch den SWF (quartalsweise).
      Dabei muss die Rechnung auf das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen ausgestellt sein.

 

  • Antragstellung durch die Zeitarbeitskraft:
    • Vor Ausbildungsbeginn ist ein verbindliches Beratungsgespräch sowie eine schriftliche Förderzusage durch den SWF erforderlich. Dazu muss sich die Zeitarbeitskraft an das SWF-Servicebüro wenden, um ein telefonisches Beratungsgespräch zu führen. Nach dem Beratungsgespräch erhält die Zeitarbeitskraft eine Mail mit der Bitte bestimmte Unterlagen zwecks Vorlage beim SWF-Vorstand zu übermitteln.
    • Der Vorstand entscheidet über das Förderansuchen. Im Falle einer positiven Entscheidung erhält die Zeitarbeitskraft eine schriftliche Zusage. Anschließend muss die Zeitarbeitskraft den Potentialcheck beim Schulungsträger absolvieren, die Bildungskarenz/-teilzeit oder das Fachkräftestipendium fixieren und weitere Förderunterlagen an den SWF übermitteln. Die Zeitarbeitskraft absolviert die Fachkräfteausbildung und erhält eine monatliche Zuschusszahlung durch den SWF zum Weiterbildungsgeld/Bildungsteilzeitgeld/Fachkräftestipendium.
    • Die Teilnahme-/Anwesenheitsbestätigung, Zeugnis/Zertifikat, Rechnung(en) werden nach Ausbildungsende vom Schulungsträger über das SWF-Onlineportal direkt zum Förderfall hochgeladen. Der SWF prüft die Unterlagen und überweist direkt an den Schulungsträger.
      Die Rechnung muss auf die Zeitarbeitskraft ausgestellt sein.


    Die detaillierten Schritte zum Förderablauf finden Sie je nach Beantragungsart im entsprechenden Prozessablauf im Downloadbereich. Der SWF berät und unterstützt Sie gerne bei allen Schritten.

  • Die 200 Kontingentplätze wurden vom Vorstand beschlossen. Sollten Ausbildungen darüber hinaus angefragt werden, so ist der SWF bemüht, freie Mittel aus anderen Leistungsbereichen bereitzustellen.
  • Im Rahmen der Fachkräfteausbildung nach § 4 der Leistungsordnung werden die Ausbildungskosten unter Einhaltung der übrigen Fördervoraussetzungen durch den SWF rückvergütet, wenn für den Zeitraum der Ausbildung eine Karenzierungsvereinbarung geschlossen wurde und das Dienstverhältnis noch ein Monat nach Ausbildungsende weiterbestanden hat.
  • Die tatsächlich aufgewendeten Ausbildungskosten werden auch dann rückvergütet, wenn die Zeitarbeitskraft vor dem Monat der Behaltefrist das Unternehmen durch Kündigung durch die Zeitarbeitskraft, berechtigte Entlassung oder unberechtigten vorzeitigen Austritt verlassen hat.
  • Falls die Fachkräfteausbildung während der Ausbildungszeit ohne Verschulden des gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmens durch die Zeitarbeitskraft abgebrochen wird, können in begründeten Einzelfällen tatsächlich aufgewendete Ausbildungskosten durch Zustimmung im Vorstand rückvergütet werden.
  • Der SWF zahlt den finanziellen Zuschuss zum Weiterbildungsgeld, Bildungsteilzeitgeld bzw. Fachkräftestipendium während der Ausbildungszeit, jeweils am 15. des Monats im Nachhinein aus.

Fragen & Antworten zur Arbeitslosenunterstützung

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  • Bei der Arbeitslosenunterstützung handelt es sich um eine einmalige finanzielle Beihilfe für Zeitarbeitskräfte, die arbeitslos werden. Wenn die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt werden, leistet der SWF eine finanzielle Unterstützung in der Höhe von € 270,- bzw. € 70,- (für zuvor geringfügig Beschäftigte), die zusätzlich zum Arbeitslosengeld bzw. zur Notstandshilfe des AMS ausbezahlt wird. Die Arbeitslosenunterstützung des SWF unterliegt weder der Sozialversicherungspflicht noch der Veranlagung zur Einkommenssteuer und muss auch nicht vom Arbeitslosengeld bzw. der Notstandshilfe des AMS in Abzug gebracht werden.
  • Diese Unterstützung kann jede ehemalige Zeitarbeitskraft, die bei einem gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen mit Sitz im In- oder Ausland beschäftigt war, in Anspruch nehmen, wenn ALLE nachfolgenden Voraussetzungen erfüllt sind:
    • Durchgehende Beschäftigung als Zeitarbeitskraft bei einem/mehreren gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen von mindestens 2 Monaten vor Beginn der Arbeitslosigkeit.
    • Das vormalige Beschäftigungsverhältnis darf nicht durch Kündigung durch die Zeitarbeitskraft, unberechtigten vorzeitigen Austritt oder berechtigte Entlassung beendet worden sein.
    • Nach Beendigung des Dienstverhältnisses darf innerhalb von einer Woche kein neues sozialversicherungspflichtiges Dienstverhältnis (Voll- oder Teilzeit-Dienstverhältnis) begründet werden.
    • Der Antrag auf Arbeitslosenunterstützung muss vollständig innerhalb von 6 Monaten nach Eintritt der Arbeitslosigkeit (1. Tag nach dem arbeitsrechtlichen Ende der Beschäftigung) beim SWF eingebracht werden.

    Sollte die Arbeitslosigkeit länger als einen Monat nach Eintritt der Arbeitslosigkeit (1. Tag nach dem arbeitsrechtlichen Ende der Beschäftigung) andauern, dann können zusätzliche € 270,- beantragt werden.
  • Die Beantragung der Arbeitslosenunterstützung ist ausschließlich durch die Zeitarbeitskraft möglich und erfolgt ausschließlich über das SWF-Onlineportal.
  • Vor der Antragsstellung muss sich die Zeitarbeitskraft zunächst im SWF-Onlineportal mit ihrer persönlichen E-Mail-Adresse registrieren. Auf der Anmeldeseite im SWF-Onlineportal gibt es als Hilfestellung ein kurzes Tutorial-Video, in dem die Registrierung Schritt für Schritt und die benötigten Antragsunterlagen genau erklärt werden. Nach der erfolgreichen Registrierung kann die Zeitarbeitskraft den Antrag auf Arbeitslosenunterstützung stellen.
  • Zur Beantragung der Arbeitslosenunterstützung gibt es ebenfalls ein Tutorial-Video, welches die Zeitarbeitskraft in der Menüleiste im SWF-Onlineportal finden kann, allerdings muss die Zeitarbeitskraft hierfür mit ihren persönlichen Zugangsdaten im SWF-Onlineportal eingeloggt sein.

 

  • Bei der Beantragung müssen nachfolgende Unterlagen aus dem SWF-Onlineportal heruntergeladen, ausgedruckt, handschriftlich unterschrieben und wieder hochgeladen werden:
    • Das SWF-Antragsformular
    • Die SWF-Datenschutz-Einwilligungserklärung

 

  • Weiterhin müssen zusätzlich nachfolgende Unterlagen im SWF-Onlineportal hochgeladen werden:
    • Identitätsnachweiskopie mit Foto und handschriftlicher Unterschrift (zB. Reisepass/Personalausweis/Führerschein)
    • Dienstvertrag/Überlassungsmitteilung(en) in Ausnahmefällen zur Überprüfung, ob die antragstellende Person tatsächlich als Zeitarbeitskraft beschäftigt war

 

  • Es müssen zusätzlich nachfolgende Unterlagen im SWF-Onlineportal hochgeladen werden, wenn die Zeitarbeitskraft aus dem Ausland nach Österreich entsandt und in Österreich beschäftigt war:
    • Eine Beendigungsbestätigung der/des letzten Beschäftigungsverhältnisse/s aus einer Überlassung
    • Eine behördliche Bescheinigung der Arbeitslosigkeit durch die zuständige Behörde (durch das „Wohnsitz-AMS“) im Ausland. Eine beglaubigte Übersetzung in deutscher Sprache ist erforderlich.

 

  • Sobald die Zeitarbeitskraft den Antrag auf Arbeitslosenunterstützung fristgerecht (innerhalb von 6 Monaten nach Eintritt der Arbeitslosigkeit) und vollständig im SWF-Onlineportal eingereicht hat, prüft der SWF den Antrag. Sind dabei alle Voraussetzungen für die Arbeitslosenunterstützung erfüllt, zahlt der SWF die Arbeitslosenunterstützung an die antragsstellende Zeitarbeitskraft aus.


    Eine detaillierte Anleitung sowie den entsprechenden Prozessablauf finden Sie im Downloadbereich.
    Der SWF berät und unterstützt Sie gerne bei allen Schritten.

  • Ja, es ist möglich die Arbeitslosenunterstützung mehrmals im Jahr zu beantragen. Dazu muss die Zeitarbeitskraft innerhalb eines Jahres bzw. jahresübergreifend bei mehreren gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen beschäftigt gewesen sein und pro Förderfall (=Eintritt der Arbeitslosigkeit) die Voraussetzungen für die Arbeitslosenunterstützung erfüllen.
  • Ja, wenn die Zeitarbeitskraft die Voraussetzungen für die Arbeitslosenunterstützung erfüllt.


    Zu beachten ist, dass die Zeitarbeitskraft bei der Beantragung im SWF-Onlineportal ihre ausländische Sozialversicherungsnummer eingibt. Der SWF überprüft bei der Bearbeitung des Antrags die Identität und die tatsächliche Beschäftigungsdauer vor Eintritt in die Arbeitslosigkeit durch die Entsendungsmeldungen der Zentralen Koordinierungsstelle (ZKO) im Bundesministerium für Finanzen.

  • Nein, die Beantragung der Arbeitslosenunterstützung ist ausschließlich über das SWF-Onlineportal möglich.
  • Zur Überprüfung, ob die antragstellende Zeitarbeitskraft auch die anspruchsberechtigte Person ist, müssen die zwei handschriftlichen Unterschriften auf dem SWF-Antragsformular und der SWF-Datenschutz-Einwilligungserklärung, mit jener Unterschrift auf ihrer Identitätsnachweiskopie übereinstimmen.

Fragen & Antworten zum Überbrückungsgeld

Sie können die Antworten auf die Fragen auf- und zuklappen, indem Sie die jeweilige Frage anklicken.

  • Der SWF unterstützt gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen während überlassungsfreier Zeiten (Stehzeiten) ihrer Zeitarbeitskraft. Während überlassungsfreier Zeiten (Stehzeiten) fördert der SWF gegenüber dem Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen 130 % während der ersten 5 Arbeitstage und 120 % vom 6. bis zum 10. Arbeitstag innerhalb von 2 Wochen nach Beginn der Stehzeit des dafür aufgewendeten Bruttolohns/-gehalts bis zur Höhe der gemäß § 45 ASVG festgelegten Höchstbeitragsgrundlage (Bruttolohn/-gehalt samt schnittfähiger Zulagen und anteiliger Sonderzahlungen). Zeiten, in denen der/die Arbeitnehmer/in Entgeltfortzahlung erhält (z.B. Urlaub, Krankenstand), eine (garantierte) Nettoersatzrate aus Kurzarbeit erhält oder Zeitausgleich konsumiert, werden nicht gefördert.
    Voraussetzung ist, dass die Zeitarbeitskraft vor der zu fördernden Stehzeit zumindest ein Monat (=Beschäftigungsmonat) lang beim Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen beschäftigt gewesen ist und dieses Dienstverhältnis nach Ende des Überbrückungsgeldes noch mindestens ein Monat lang andauert (=Behaltemonat).
  • Das Überbrückungsgeld kann vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen beantragt werden, wenn sich dessen Zeitarbeitskräfte auf Stehzeit befinden. Anspruchsberechtigt sind jene Unternehmen, die ihre Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und pünktlich einbezahlt haben.
  • Das Überbrückungsgeld wird vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen beantragt.


    Die detaillierten Schritte zum Förderablauf finden Sie im entsprechenden Prozessablauf im Downloadbereich.
    Der SWF berät und unterstützt Sie gerne bei allen Schritten.

Fragen & Antworten zur Einarbeitungsbeihilfe

Sie können die Antworten auf die Fragen auf- und zuklappen, indem Sie die jeweilige Frage anklicken.

  • Der SWF unterstützt mit der Einarbeitungsbeihilfe, falls nach einer erfolgreich absolvierten SWF-Fachkräfteausbildung ein Mangel an Berufserfahrung bei einer Zeitarbeitskraft festgestellt wird und aufgrund dessen der Verrechnungssatz für Fachkräfte nicht sofort gegenüber dem Beschäftigerbetrieb in Rechnung gestellt werden kann.
    Die Einarbeitungsbeihilfe wird für maximal 3 Monate gewährt.
  • Die Einarbeitungsbeihilfe kann von allen gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen beantragt werden, die ihre Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und pünktlich einbezahlt haben.
  • Die Einarbeitungsbeihilfe wird vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen beantragt.


    Die detaillierten Schritte zum Förderablauf finden Sie im entsprechenden Prozessablauf im Downloadbereich.
    Der SWF berät und unterstützt Sie gerne bei allen Schritten.

Fragen & Antworten zu den SO-Beiträgen

Sie können die Antworten auf die Fragen auf- und zuklappen, indem Sie die jeweilige Frage anklicken.

  • Pro Förderzeitraum (Quartal) wird das Verhältnis der eingezahlten SO-Beiträge mit den beantragten Ausbildungskosten/Lohnkosten/Überbrückungsgeldern/Einarbeitungsbeihilfen verglichen. Jedes einzelne gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen (AKÜ) darf Kosten bis zum dreifachen Wert der eingezahlten SO-Beiträge beim SWF einreichen, kleinere AKÜs bis zum vierfachen Wert der eingezahlten SO-Beiträge. Als kleinere AKÜs sind Firmen mit einem durchschnittlichen monatlich eingezahlten SO-Beitrag von weniger als € 1.000, - (bei einem SO-Beitragssatz von 0,35 %) definiert. Diese können um diese Ausnahmeregelung per Mail anfragen. Die Zustimmung erfolgt im Vorstand.
  • Der Sozial- und Weiterbildungsfonds-Beitrag (SO-Beitrag) ist gesetzlich nach § 22d Abs 1 und Abs 2 AÜG wie folgt festgelegt:
    • 2013: 0,25 %
    • 2014: 0,35 %
    • 2015: 0,60 %
    • 2016: 0,80 %
    • ab 01.04.2017: 0,35%
    von der allgemeinen Beitragsgrundlage nach ASVG bzw. vom Entgelt der überlassenen Arbeitskraft, max. bis zur festgelegten Höchstbeitragsgrundlage nach § 45 ASVG.
  • Die Beiträge an den Sozial- und Weiterbildungsfonds (SO-Beiträge) müssen über die AKÜ-eigene Lohnverrechnung (z.B. ab 01.04.2017 sind das 0,35 % von der allgemeinen Beitragsgrundlage zur Sozialversicherung) an die Österreichische Gesundheitskasse gemeldet und gemeinsam mit den übrigen Abgaben zur Sozialversicherung abgeliefert werden.
    Gemäß § 22d Abs 3 AÜG gelten die Vorschriften der gesetzlichen Krankenversicherung über den Abzug des Versicherungsbeitrages vom Entgelt. Die Beitragsgrundlage ist die nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG), BGBl. Nr. 189/1955 geltende allgemeine Beitragsgrundlage. Es gilt die Höchstbemessungsgrundlage gemäß § 45 ASVG. Ein SO-Beitrag ist auch für Sonderzahlungen gemäß § 49 Abs 2 ASVG zu leisten.
    Die Österreichische Gesundheitskasse gibt die Meldung und die eingezahlten SO-Beiträge abzüglich einer 0,5 %igen Verwaltungskostenpauschale gemäß § 22d Abs 5 AÜG an den SWF weiter.
  • Gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen mit Sitz in einem EU-Mitgliedstaat, EWR-Staat oder der Schweiz haben die Beschäftigung von nach Österreich überlassenen Arbeitskräften gemäß § 19 Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz (LSD-BG) bei der Zentralen Koordinationsstelle (ZKO) im Bundesministerium für Finanzen elektronisch mit dem Web-Formular ZKO 4 zu melden (§ 22 d Abs 4 AÜG). Änderungen der gemeldeten Daten müssen ebenfalls unverzüglich bekannt gegeben werden.
    Auf Basis der Meldungen an die ZKO werden die SO-Beiträge vom SWF monatlich vorgeschrieben und eingehoben.


    Ein detailliertes Infoblatt sowie den entsprechenden Prozessablauf finden Sie im Downloadbereich.
    Der SWF berät und unterstützt Sie gerne bei allen Schritten.

  • Ja. Es sind auch für überlassene Angestellte SO-Beiträge abzuführen und es können im Gegenzug dazu auch Förderungen des SWF in Anspruch genommen werden.