Förderangebote für gewerbliche Arbeitskräfteüberlasser

Die Leistungen des SWF stehen allen gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen zur Verfügung. Sie reichen von Allgemeinen Bildungsmaßnahmen über Fachkräfteausbildung bis hin zu Überbrückungsgeld und Einarbeitungsbeihilfe. Nutzen Sie Ihre Chance, die Fördermöglichkeiten maximal auszuschöpfen.

Bildung dargestellt als Buch-Icon
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Allgemeine Bildungsmaßnahmen

Was sind Allgemeine Bildungsmaßnahmen?

  • Es handelt sich dabei um Aus- und Weiterbildungen für Zeitarbeitskräfte mit den Zielen einer verbesserten Qualifikation und Einsatzfähigkeit, einer kontinuierlichen Beschäftigung und einer höheren Zufriedenheit – sowohl auf Seiten der Zeitarbeitskräfte als auch auf Seiten der Beschäftigerbetriebe. Die Kosten der Kurse müssen den Referenzpreisen wichtiger regionaler Schulungsträger entsprechen. Bitte berücksichtigen Sie, dass Anlern-, Einweisungs- und Einschulungsunterweisungen nicht als geförderte Weiterbildungsmaßnahmen gelten.

Für wen sind die Allgemeinen Bildungsmaßnahmen?

  • Alle gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen, die ihre Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und pünktlich einbezahlt haben, können für ihre Zeitarbeitskräfte eine geförderte Weiterbildung beantragen. Die Antragstellung erfolgt entweder durch das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen oder durch die Zeitarbeitskraft direkt. Gerne beraten wir Sie über die Vorteile dieser beider Varianten.

Welchen Nutzen haben die Allgemeinen Bildungsmaßnahmen?

  • Ihre Zeitarbeitskräfte sind besser qualifiziert und damit auch besser einsetzbar.
  • Als gewerbliches Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen erhalten Sie die tatsächlich aufgewendeten Kurskosten und etwaige Prüfungskosten (Nettokosten) vom SWF vollständig refundiert.
  • Fällt der Kursbesuch in die Arbeitszeit, so sorgt der SWF für eine 154%ige Refundierung der tatsächlich aufgewendeten Bruttolohn-/Bruttogehaltskosten, sofern das Arbeitsverhältnis nach Schulungsende zumindest ein Monat aufrecht geblieben ist.
  • Im Fall einer Kombination mit Bildungskarenz, Bildungsteilzeit oder Fachkräftestipendium zahlt der SWF einen Zuschuss zum Weiterbildungsgeld, Bildungsteilzeitgeld und Aktiveinkommen bzw. zum Fachkräftestipendium bis zum zuletzt durchschnittlich bezogenen Nettoentgelt (13-Wochen-Schnitt inkl. Sonderzahlungen) vor Ausbildungsbeginn. So können finanzielle Einbußen für Zeitarbeitskräfte vermieden werden. Der Antrag für diesen monatlichen Zuschuss erfolgt durch die Zeitarbeitskraft.

 

Weiterbildungsdatenbank bzw. Schulungsträger 

 

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Martin Zauner, MBA / Geschäftsführer von APS Austria Personalservice GmbH & Co KG.

Martin Zauner, MBA / Geschäftsführer von APS Austria Personalservice GmbH & Co KG.

Wir, die APS Group, arbeiten mit dem Sozial- und Weiterbildungsfonds seit seiner Gründung im Jahr 2013 zusammen und haben die Kooperation Jahr für Jahr intensiviert. Für uns als Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen bietet der SWF eine gute Möglichkeit unsere Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen zu fördern. In Absprache mit unseren Kunden/Kundinnen können wir unsere Zeitarbeitskräfte gezielt dort aus- und weiterbilden, wo Bedarf besteht. Dadurch nehmen wir positiven Einfluss auf das Angebot bzw. die Nachfrage am Arbeitsmarkt und erhöhen die Chancen einer langfristigen Beschäftigung unserer Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen. Die Ausbildungsmöglichkeiten des SWF sind nicht nur qualitativ als sehr hochwertig einzustufen, sondern auch praxisnah. Wir bedanken uns für die professionelle Zusammenarbeit mit dem Sozial- und Weiterbildungsfonds in den letzten Jahren und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Projekte.

Werkzeugschlüssel
Blick in Werkstatt

Fachkräfteausbildung

Was ist die Fachkräfteausbildung?

  • Bei der Fachkräfteausbildung handelt es sich um Lehrgänge für die Vorbereitung auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung. Die Fachkräfteausbildung ist berufsbegleitend oder auch in Kombination mit Bildungskarenz, Bildungsteilzeit oder Fachkräftestipendium möglich. Für das Jahr 2020 stehen 200 geförderte Ausbildungsplätze zur Verfügung: in der Elektro-/ Metalltechnik, als Betriebslogistiker/Betriebslogistikerin, Bürokaufmann/Bürokauffrau oder vieles mehr.
    Der Förderprozess verläuft standardisiert und unkompliziert: Ein passender, beim SWF gelisteter Schulungsträger wird ausgewählt und die Zeitarbeitskraft absolviert einen Potentialcheck. Für die Dauer der Ausbildung wird eine Karenzierungsvereinbarung abgeschlossen. Die Genehmigung des Weiterbildungsgeldes, des Bildungsteilzeitgeldes bzw. des Fachkräftestipendiums erfolgt durch das „Wohnsitz-AMS“ der Zeitarbeitskraft. Nach Ende der Ausbildungszeit muss das Arbeitsverhältnis zumindest noch ein Monat lang andauern.

Für wen ist die Fachkräfteausbildung?

  • Die Fachkräfteausbildung richtet sich an alle gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen, die Zeitarbeitskräfte mit einer abgebrochenen Lehre ausbilden lassen möchten. Auch für angelernte Zeitarbeitskräfte, die einen Lehrabschluss anstreben, kann eine Förderung beantragt werden. Voraussetzung ist auch hier, dass die Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und zeitgerecht einbezahlt wurden. Die Antragstellung erfolgt entweder durch das gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen oder durch die Zeitarbeitskraft direkt. Gerne beraten wir Sie über die Vorteile dieser beider Varianten.

Welchen Nutzen hat die Fachkräfteausbildung?

  • Ihre Zeitarbeitskräfte erreichen eine bessere berufliche Qualifikation, was höhere Zufriedenheit und kontinuierliche Beschäftigung zur Folge hat.
  • Die Ausbildungs- bzw. Prüfungskosten zur Fachkraft und etwaige Lohn- bzw. Gehaltskosten der Zeitarbeitskraft werden vollständig vom SWF refundiert.
  • Die Existenzsicherung der Zeitarbeitskraft trägt das AMS. Den monatlichen Zuschuss (Einkommensergänzung) zum Weiterbildungsgeld (Bildungskarenz), zum Bildungsteilzeitgeld und Aktiveinkommen (Bildungsteilzeit) bzw. zum Fachkräftestipendium übernimmt der SWF.

 

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Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang J. Pilgram / GF von Integer Personalmanagement GmbH

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Qualität ist oberstes Unternehmensziel bei Integer Personalmanagement GmbH. Aus diesem Grund ist die Weiterbildung unserer Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen essentiell. Mit dem SWF haben wir einen hervorragenden Partner für die Weiterbildung unserer Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen. Um den Wirtschaftsstandort Österreich weiter zu stärken, brauchen wir bestens ausgebildete Fachkräfte. Wir leisten dazu unseren Beitrag, indem wir für unsere Kunden/Kundinnen Facharbeiter/Facharbeiterinnen ausbilden lassen. Für unsere Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen, unsere Kunden/Kundinnen und letztlich auch für die Integer Personalmanagement GmbH ergibt sich durch die Fachkräfteausbildungsprogramme des SWF ein absoluter Mehrwert.

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Überbrückungsgeld

Was ist das Überbrückungsgeld?

  • Der SWF unterstützt Sie während überlassungsfreier Zeiten (Stehzeiten) Ihrer Zeitarbeitskräfte. Der Fonds fördert gegenüber gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen pro Anlassfall in den ersten 5 Arbeitstagen 130 Prozent und vom 6. bis zum 10. Arbeitstag 120 Prozent der tatsächlich aufgewendeten Bruttolohn-/Bruttogehaltskosten innerhalb von 2 Wochen nach Beginn der Stehzeit. Voraussetzung ist, dass die Zeitarbeitskraft vor der zu fördernden Stehzeit zumindest ein Monat (Beschäftigungsmonat) lang in Ihrem Unternehmen beschäftigt gewesen ist und dieses Arbeitsverhältnis nach Ende des Überbrückungsgeldes noch mindestens ein Monat lang andauert (Behaltemonat).

Für wen ist das Überbrückungsgeld?

  • Das Überbrückungsgeld kann vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen beantragt werden, wenn sich dessen Zeitarbeitskräfte auf Stehzeit befinden. Anspruchsberechtigt sind jene Unternehmen, die ihre Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und pünktlich einbezahlt haben. Die Förderungsabwicklung erfolgt durch den SWF.

Welchen Nutzen hat das Überbrückungsgeld?

  • Das Überbrückungsgeld des SWF ermöglicht es, überlassungsfreie Zeiten finanziell auszugleichen.
  • Die Förderung kann einfach und unbürokratisch innerhalb von 6 Monaten nach „Stehzeitende“ über das SWF-Onlineportal beantragt werden.
  • Sie können das Überbrückungsgeld mehrmals pro Zeitarbeitskraft und Kalenderjahr beantragen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

 

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Wolfgang Langthaler, Geschäftsführer WIPA GmbH

„Das SWF-Überbrückungsgeld unterstützt uns dahingehend, dass wir unsere Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen in überlassungsfreien Zeiten nicht abmelden müssen. Wir können unseren Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen somit noch mehr Sicherheitsgefühl vermitteln und die Bindung erhöhen. Dem Kunden gegenüber ist das SWF-Überbrückungsgeld ein zusätzliches Verkaufsargument. Auch bewerberseitig hilft uns dieses Argument beim Recruitingprozess zusätzlich, neue Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen zu gewinnen.“

Geldscheine
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Einarbeitungsbeihilfe

Was ist die Einarbeitungsbeihilfe?

  • Manchmal wird nach einer vom SWF geförderten Fachkräfteausbildung noch fehlende Berufserfahrung bei einer Zeitarbeitskraft festgestellt. Wenn aufgrund dessen der Verrechnungssatz für Fachkräfte nicht sofort gegenüber dem Beschäftiger in Rechnung gestellt werden kann, unterstützt der SWF mit der Einarbeitungsbeihilfe. Diese wird für maximal 3 Monate gewährt.  

Für wen ist die Einarbeitungsbeihilfe?

  • Die Einarbeitungshilfe kann von allen gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen beantragt werden, die ihre Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und pünktlich einbezahlt haben. Die Antragstellung erfolgt durch Sie als gewerbliches Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen, die Förderungsabwicklung durch den SWF.

Welchen Nutzen hat die Einarbeitungsbeihilfe?

  • Die Einarbeitungsbeihilfe bringt einen bis zu 3-monatigen finanziellen Ausgleich, bis die erforderliche Berufserfahrung aufgebaut ist.
  • Der SWF ermöglicht, dass die betragliche Differenz zwischen dem Bruttostundenlohn/Bruttomonatsgehalt der Fachkräfte-Beschäftigungs-/Verwendungsgruppe und der unmittelbar darunter liegenden Beschäftigungs-/Verwendungsgruppe des zur Anwendung kommenden Kollektivvertrages gefördert wird.
  • Dieser Differenzbetrag wird auf 154% erhöht, wodurch auch die Lohnnebenkosten (Bruttolohn/Bruttogehalt samt anteiliger Sonderzahlungen) abgegolten werden.
  • Die Förderung kann einfach und unbürokratisch innerhalb von 6 Monaten nach Ende der Einarbeitungsbeihilfe über das SWF-Onlineportal beantragt werden.

 

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SO-Beitrag

Was ist der SO-Beitrag?

  • Die mit 01.01.2013 in Kraft getretenen Bestimmungen (Abschnitt V im Arbeitskräfteüberlassungsgesetz – AÜG) über den Sozial- und Weiterbildungsfonds (SWF) sehen zur Erfüllung der Aufgaben des Fonds eine Beitragsleistung für alle gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen, für die, von ihnen zum Zweck der Überlassung an Dritte, in Österreich beschäftigten Arbeitskräften, vor.
  • Dieser Sozial- und Weiterbildungsfonds-Beitrag (SO-Beitrag) ist gesetzlich nach § 22d Abs 1 und Abs 2 AÜG wie folgt festgelegt:
    Jahr Prozentsatz*
    2013  0,25 %
    2014  0,35 %
    2015  0,60 %
    2016  0,80 %
    Ab 1.4.2017    0,35 %
    *von der allgemeinen Beitragsgrundlage bzw. vom Entgelt der überlassenen Arbeitskraft

Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen Österreich

  • Die Beiträge an den Sozial- und Weiterbildungsfonds (SO-Beiträge) müssen seit 01.01.2013 für Arbeiter/Arbeiterinnen und seit 01.01.2017 für Angestellte gemäß § 23 Abs 15 AÜG über die AKÜ-eigene Lohnverrechnung (ab 01.04.2017 sind das 0,35 % von der allgemeinen Beitragsgrundlage zur Sozialversicherung - Verrechnungsgruppe N18 für Arbeiter/Arbeiterinnen, Verrechnungsgruppe N28 für Angestellte) an die Österreichische Gesundheitskasse gemeldet und gemeinsam mit den übrigen Abgaben zur Sozialversicherung abgeliefert werden.
  • Gemäß § 22d Abs 3 AÜG gelten die Vorschriften der gesetzlichen Krankenversicherung über den Abzug des Versicherungsbeitrages vom Entgelt. Die Beitragsgrundlage ist die nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG), BGBl. Nr. 189/1955 geltende allgemeine Beitragsgrundlage. Es gilt die Höchstbemessungsgrundlage gemäß § 45 ASVG. Ein SO-Beitrag ist auch für Sonderzahlungen gemäß § 49 Abs 2 ASVG zu leisten.
  • Die Österreichische Gesundheitskasse gibt die Meldung und die eingezahlten SO-Beiträge abzüglich einer 0,5 %igen Verwaltungskostenpauschale gemäß § 22d Abs 5 AÜG an den SWF weiter.
  • Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger: www.sozialversicherung.at
  • Diese Verpflichtung zur SO-Beitragsleistung umfasst auch gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen ohne Sitz in Österreich, die Ihre Zeitarbeitskräfte in Österreich zur Sozialversicherung anmelden und sobald diese Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen nach Österreich überlassen werden.

Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen anderer Staaten

 

 481 kB Prozessablauf SO-Beitragsvorschreibung

 219 kB Infoblatt SO-Beiträge Ausland

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