Unter der „Fachkräfteausbildung“ werden Lehrgänge für die Vorbereitung auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung verstanden, für deren Absolvierung grundsätzlich die Voraussetzungen der Bildungskarenz, der Bildungsteilzeit bzw. des Fachkräftestipendiums des AMS erfüllt sein müssen. Für das Jahr 2017 stehen 200 geförderte Ausbildungsplätze zur Verfügung. Ziel ist die Ausbildung zur Fachkraft (Schwerpunkt: Berufsfelder der Metall- und Elektrotechnik).

 

Anspruchsberechtigte:

  • ZeitarbeitnehmerInnen in einem aufrechten Arbeitsverhältnis, die die Anforderungen einer Bildungskarenz, einer Bildungsteilzeit bzw. eines Fachkräftestipendiums erfüllen.
  • ZeitarbeitnehmerInnen, die eine Fachkräfteausbildung bei ihrem letzten Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen begonnen haben, aber vor Ausbildungsende arbeitslos geworden sind (Achtung: restliche Ausbildungszeit darf nicht länger als 3 Monate sein).
  • In begründeten Einzelfällen arbeitslose ZeitarbeitnehmerInnen, die Anspruch auf Arbeitslosengeld haben (Achtung: Ausbildungszeit darf nicht länger als 3 Monate sein).

Zielgruppe:

  • ZeitarbeitnehmerInnen mit einer (abgebrochenen) Lehre ohne Lehrabschlussprüfung
  • angelernte ZeitarbeitnehmerInnen, die einen Lehrabschluss anstreben

Voraussetzungen:

  • Feststellen der Schulungseignung der ZeitarbeitnehmerIn (Potentialcheck) durch Schulungsträger.
  • Abschluss einer Karenzierungsvereinbarung  zwischen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen und der ZeitarbeiterIn für die Dauer der Ausbildung.
  • Genehmigung eines Weiterbildungsgeldes, eines Bildungsteilzeitgeldes oder eines Fachkräftestipendiums durch das „Wohnsitz-AMS“ der ZeitarbeitnehmerIn.
  • Nach Ende der Ausbildungszeit muss das Arbeitsverhältnis zumindest noch ein Monat lang aufrecht bleiben.

Antragsteller:

Die Antragstellung durch die ZeitarbeitnehmerInnen – und die Förderungsabwicklung und Prozessbegleitung durch den SWF.

Art der Förderung:

  • Finanzierung der Ausbildungskosten/Prüfungskosten zur Fachkraft.
  • Zahlung eines Zuschusses zum Weiterbildungsgeld, Bildungsteilzeitgeld und Aktiveinkommen, Fachkräftestipendium bzw. zum Arbeitslosengeld bis zum zuletzt durchschnittlich bezogenen Nettoentgelt (13-Wochen-Schnitt inkl. Sonderzahlungen) vor Ausbildungsbeginn, wodurch die ZeitarbeitnehmerIn keine finanzielle Einbuße erleidet.

Prozessablauf